Ein Bibliotheksausweis für die Schultüte

Fibo

Unser Maskottchen Fibo

Liebe Eltern eines Schulanfängers!

Bald beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Sicher freut es sich darauf, selbst lesen und schreiben zu können.

Gerade für Leseanfänger gibt es eine große Menge an Kinderbüchern, die Sie unter der Kennzeichnung I J 0 (Bilderbücher) – I Z (Sachbücher) finden. Die „I“ steht für den gelben Streifen auf dem Buchrücken.

Bibliotheksausweis für Kinder 2016

Bibliotheksausweis für Kinder

Damit Ihr Kind selbst aus dem Kinderbuchbestand auswählen kann, braucht es einen Bibliotheksausweis.

Unser Tipp: „Schenken“ Sie Ihrem Schulanfänger diese Karte, vielleicht ist ja in der Schultüte noch etwas Platz?

Die Anmeldung und das Ausleihen von Medien sind für Ihr Kind kostenlos. Sie müssen nur darauf achten, ein Anmeldeformular auszufüllen und sich auszuweisen, sowie die entliehenen Medien fristgemäß wieder abzugeben.

Passend zum neuen Schuljahr können Sie hier einen Stundenplan für Ihr Kind herunterladen. Dieser wurde von der vielfach ausgezeichneten Illustratorin und Kinderbuchautorin Nadia Budde gestaltet.

Übrigens haben wir auch eine Auswahl an Bastelanleitungen für Schultüten im Bestand.

Herzliche Grüße aus der
Kinderbibliothek

„Jochen, schaff dir eine Kuh an“ – das neue Buch von Pauline de Bok

Am 9. Juni 2016 war in der Regionalbibliothek die niederländische Autorin, Übersetzerin und Journalistin Pauline de Bok zu Gast, las vor mehr als 50 Besuchern zum ersten Mal aus ihrem Manuskript „Jochen, schaff dir eine Kuh an“ und erzählte im Gespräch mit Dr. Rolf Voß über die Entstehung dieser „Geschichten aus Fürstenhagen“. Nun gibt es eine gute Nachricht für alle, die neugierig sind auf authentische Geschichten aus der siebenhundertjährigen Dorfgeschichte zwischen 1315-2015 – und auf Bilder vom Leben der Menschen in Fürstenhagen, „als dürfe man durch einen Spalt in die Zeit blicken…“ (P. de Bok).

Cover_Buch_paulinedebok_GutConowPauline de Boks Buch erscheint im August 2016! Mehr Informationen und Bestellmöglichkeit: http://www.jochenschaffdireinekuhan.de/

In der Information des Herausgebers Gut Conow heißt es:

Fürstenhagen, ein Dorf am Rande Mecklenburgs, direkt an der brandenburgischen Grenze gelegen. Nicht einmal hundert Einwohner gibt es hier. Doch auch in diesem Mikrokosmos hat sich das große Weltgeschehen abgebildet. In einem kaleidoskopischen Buch nähert sich Pauline de Bok dem Dorf. Mit bewundernswerter Akribie stöberte sie ihr Material  in Chroniken, Reiseberichten, Briefen, Presseberichten und Stasi-Akten  auf. Insbesondere Letztere, so entdeckte sie, werfen ein enthüllendes Licht auf das raue, tagtägliche Nachkriegsleben. Das Buch durchmisst sieben Jahrhunderte. Der Schwerpunkt liegt aber im letzten Jahrhundert. Denn ab dann konnte sie über die vielschichtigen, widersprüchlichen Erinnerungs-Bruchstücke der Zeitzeugen verfügen – über Oral History also.

Pauline de Bok, eine niederländische Autorin, wohnt zeitweise auf dem mecklenburgischen Land.  Über das Vorwerk, wo sie dann lebt, verfasste sie das Buch »Blankow oder Das Verlangen nach Heimat«.  Es wurde 2010 mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Die Ostthüringer Zeitung  schrieb dazu: »Eine beeindruckende Liebeserklärung an Land und Leute«. Nun ist dieses mit einem scharfen Auge für Details und großer Einfühlungsgabe geschriebene Geschichten-Mosaik Fürstenhagens erschienen.

Die Perspektive der Autorin als Außenstehender legt die Besonderheit eines Dorfes bloß, von dem die Einheimischen sagen, dass dort nie was passiert. »Ein Triumph des Blicks von außen«, stellte die Berliner Zeitung  bereits in Bezug auf Blankow festAußergewöhnlich ist, dass sie die Stasi-Akten nicht für eine Auseinandersetzung mit Opfern und Tätern einsetzt, sondern als Quelle, die nicht vom Nachhineinwissen und –interpretieren gefärbt ist. Die unbefangene Behandlung dieser Quellen ist in Deutschland noch sehr selten.

Im Oktober dieses Jahres wird in den Niederlanden ein weiteres Buch von Pauline de Bok erscheinen, das ebenfalls in Mecklenburg spielt. In »Buit. Een jachtjaar« (»Beute. Ein Jagdjahr«) erkundet sie die Landschaft nicht als Journalistin, sondern als Jägerin. Voraussichtlich wird es im nächsten Frühjahr auch in Deutschland verlegt.

Autorenlesungen gibt es am 19. August um 19:30 Uhr im Buchladen und Antiquariat, Berliner Straße 4, 17291 Fürstenwerder und am 23. August um 19:00 Uhr Haus des Gastes, Strelitzer Straße 42, 17258 Feldberg.

Siehe auch: http://www.paulinedebok.nl/

Sommerzeit ist Lesezeit – Ferien in der Regionalbibliothek

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Montag bis Samstag · Jugendbibliothek: Freestyle-Ferien-Schmöker – selbst aussuchen und ausleihen

Endlich Ferien –  endlich Zeit zum Schmökern und Stöbern! Im “Freestyle”-Angebot der Jugendbibliothek geht es um Themen wie “action&fun, boyz`n`girls, comic, fantasy, history, lifestyle, manga, music+tv, mystery, reality oder thrill”. Rund 10.000 aktuelle Medien (Jugendbücher, Hörbücher, DVDs, Blu-Rays oder Spiele für verschiedene Konsolen) stehen bereit: Ferien-Schmöker-Suche mit „Fund-Garantie“!
Übrigens: Für junge Leute bis 18 Jahre ist der Bibliotheksausweis kostenfrei!

Montag bis Samstag · Kinderbibliothek: Ferien-Lese-Spaß – selbst aussuchen und ausleihen

Unser Maskottchen Fibo begrüßt euch – Kinder bis zur 4. Klasse – im Kinderbereich der Regionalbibliothek. Ihr findet hier bestimmt das Richtige für die Ferien: Von Bilderbüchern über Erzählungen, Comics, Romane bis hin zu Sachbüchern gibt es vielfältige Angebote. Auch eine große Auswahl an CDs, DVDs, Konsolenspielen und Zeitschriften steht euch zur Verfügung.
Übrigens: Für Kinder ab 7 Jahre ist der Bibliotheksausweis kostenfrei!

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Montag bis Samstag · Jugendbibliothek: Schnupper-Gaming : Sportspiele testen

Tooor! Fußballspielen in der Regionalbibliothek : die neue Gaming-Station macht es möglich. Denn ab sofort heißt es täglich im Jugendbereich der Regionalbibliothek: „Gaming!“. An zwei Spielkonsolen kann die „virtuelle Realität“ verschiedener Konsolenspiele getestet werden. Anlässlich der Olympischen Spiele in Brasilien stehen Sportspiele auf dem „Spiel-Plan“: es geht darum, virtuell und interaktiv zum Beispiel Fußballmannschaften zu trainieren, Basketball zu spielen oder Skateboard zu fahren. Keine Anmeldung notwendig, einfach in der Regionalbibliothek vorbeikommen!

22.07.2016 · 16 Uhr · Jugendbibliothek: WePlay4Fun : Retro-Gaming Super Mario

Wer die „Welt des Gaming“ ganz neu entdecken möchte, sollte in der Regionalbibliothek vorbeischauen – und mitmachen bei „WePlay4Fun“. Die begeisterte Gamerin Mareike kennt die Gaming-Tricks, gibt Tipps und probiert gemeinsam mit allen Neugierigen neue Konsolenspiele aus. Diesmal starten wir steil ins All! Mit Super Mario Galaxy katapultieren wir uns in ungeahnte Sphären. Danach suchen wir crazy Easter-Eggs beim RETRO-GAMING!
Keine Anmeldung notwendig, einfach in der Regionalbibliothek vorbeikommen!

12.08.2016 · 16 Uhr · Jugendbibliothek: WePlay4Fun : Retro-Gaming Pokémon

Wer die „Welt des Gaming“ ganz neu entdecken möchte, sollte in der Regionalbibliothek vorbeischauen – und mitmachen bei „WePlay4Fun“. Die begeisterte Gamerin Mareike kennt die Gaming-Tricks, gibt Tipps und probiert gemeinsam mit allen Neugierigen neue Konsolenspiele aus. Heute geht es mit Pokemon auf „Gaming-Zeitreise“ mit  Nintendo 64 und Wii-Konsole – und Pokémon spielt natürlich auch eine Rolle…
Keine Anmeldung notwendig, einfach in der Regionalbibliothek vorbeikommen!

Vorlesen

02.08.2016 · 15.30 Uhr · Kinderbibliothek: (Vor)Lese-Spaß in Familie

Am 1. Dienstag jedes Monats heißt es in der Kinderbibliothek für Kinder zwischen 4 und 8 Jahren in Begleitung von Mama, Papa, Oma, Opa: (Vor-)LeseSpaß in Familie. Und jedes Mal gibt es eine neue Geschichte zu entdecken…
Keine Anmeldung notwendig, einfach in der Regionalbibliothek vorbeikommen!

06.08.2016 und 03.09.2016 · jeweils 10.30 Uhr · Kinderbibliothek:  (Vor-)Lese-Spaß am Samstag

Immer am 1. Samstag im Monat lesen ehrenamtliche Neubrandenburger Vorlese-Paten in der Regionalbibliothek Kindern zwischen 4 und 8 Jahren eine Überraschungs-Geschichte vor. Worum es geht, wird nicht verraten! Die Bibliothek freut sich auf neugierige Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern.
Keine Anmeldung notwendig, einfach in der Regionalbibliothek vorbeikommen!

Führung

18.08.2016 · 16 Uhr · Offene BibliotheksTour

Die Regionalbibliothek (neu) entdecken! Bei einer kurzweiligen Führung durch die Regionalbibliothek geht es um Informationen zu Medienangebot und Bibliotheksservice, gibt es Recherche-Tipps für überraschende „Fundstellen“, um Technik-Tipps zu Selbstverbuchern und Rückgabeautomat – und natürlich um aktuelle Ferien-Lesetipps.
Keine Anmeldung notwendig, einfach in der Regionalbibliothek vorbeikommen!

Der Deutsche Jugendliteraturpreis 2016 – Dritter Teil

In der Kategorie Preis der Jugendjury für den Jugendliteraturpreis 2016, der am 21. Oktober 2016 verliehen wird, wurden nominiert:

„Train Kids“ von Dirk Reinhardt

In Train Kids ist der Puls der Zeit spürbar. Tagtäglich werden wir mit dramatischen Situationen konfrontiert, in denen man Menschen sieht, die auf der Flucht sind und grausame Schicksale erleiden. Was treibt sie zu dem Entschluss, sich aufzumachen, die Heimat zu verlassen und sich solchen Strapazen auszusetzen?
In Train Kids treffen fünf Jugendliche aufeinander, die aus Südamerika über Mexiko in die USA fliehen. Sie werden Gefährten auf ihrem schicksalshaften Weg, auf der Suche nach ihren Familien, auf der Suche nach einem besseren Leben. Schon zu Beginn bemerkt man ihre innere Zerrissenheit bei der Entscheidung, aufzubrechen und das alte Leben hinter sich zu lassen. Doch die Hoffnung treibt sie an, wie täglich tausende von Flüchtlingen.
Situativ werden Begegnungen mit Menschen dargestellt, die sich das Vertrauen der „Train Kids“ erschleichen, um sie später zu verraten. Der harte, egoistische Überlebenskampf auf den Güterzügen wird sehr deutlich geschildert, aber auch die wertvollen Begegnungen mit den wenigen helfenden Menschen, ohne die ein Durchkommen kaum möglich wäre. Der Stellenwert von Freundschaft und Zusammenhalt kristallisiert sich als tragend heraus, bis hin zu selbstlosen aufopfernden Handlungen. Diese berühren und überraschen den Leser an vielen Stellen und lassen Spielraum für Identifikationsmöglichkeiten, bis hin zur Übertragung auf die momentane Wirklichkeit.

„Das hier ist kein Tagebuch“ von Erna Sassen+++++

So steht Boudewijn dem Leben nun schon seit einer gefühlten Ewigkeit gegenüber. Er ist depressiv, und aus diesem Zustand kommt er nicht heraus, seit seine Mutter sich vor fünf Jahren das Leben genommen hat. Dieses Ereignis lastet auf der Familie.
Das hier ist kein Tagebuch ist natürlich doch ein Tagebuch. Bous innerer Monolog beschreibt die Beziehungen zu den Menschen, die ihm nahe stehen. Sein Vater zwingt ihn zu schreiben, seine Tante kocht für alle, nachts rettet ihn seine Schwester vor der Einsamkeit. Und dann ist da noch Pauline, die ihn so akzeptiert, wie er ist. Doch Bou kann mit seiner Liebe zu ihr nicht umgehen.
Die minimalistische Sprache spiegelt die dramatische Situation klar und einfach wider. Mal schreibt Bou fast nichts, verstummt, mal brechen seine ganze Wut und sein Leid aus ihm heraus. Die Geschichte erzählt von einer verzweifelten Situation, doch Erna Sassen beschreibt diese hoffnungsvoll, ihre Darstellungsweise ist überzeugend und glaubwürdig. Die Ausstattung des Buches erinnert an ein Notizbuch, die schlichte Gestaltung ermöglicht eine besondere Identifikation mit dem Protagonisten. Bou gelangt zu der Erkenntnis, dass Schreiben hilft. Dabei begleitet ihn der Leser und ist am Schluss genauso befreit wie Boudewijn.

Außerdem für diese Sparte nominiert:

„Du neben mir und zwischen uns die Welt“ von Nicola Yoon
„Sommer unter schwarzen Flügeln“ von Peer Martin
„Goodbye Belmont“ von Matthew Quick
„Der Tiger in meinem Herzen“ von Patricia McCormick

Erstellt von: Praktikantin I. Babenko

Der Deutsche Jugendliteraturpreis 2016 – Zweiter Teil

Für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, für den am 21. Oktober die Sieger bekannt gegeben werden, in der Kategorie Jugend-Buch sind nominiert:

„Halbe Helden“ von Erin Jade Lange++++

Billy D ist gewitzt, hartnäckig und sehr dickköpfig. Und er lebt mit dem Down-Syndrom. Mitleidheischend oder problemlastig wird in diesem Roman die Lebenssituation von Billy D jedoch nicht dargestellt. Trotzdem braucht er einen Beschützer, und der soll nach dem Willen des Schuldirektors ausgerechnet Dane sein: der Mädchenheld und Schlägertyp, der seine Aggressionen nicht im Griff hat. Wenn er sich um Billy D kümmert, kann er den drohenden Schulverweis abwenden.
So verschieden die beiden Jugendlichen sind, gemeinsam ist ihnen, dass sie ohne Vater aufwachsen und auf der Suche nach diesem sind. Aus der Ich-Perspektive von Dane wird dargestellt, wie sich zwischen diesen ungleichen Teenagern allmählich eine Freundschaft entwickelt, durch die beide voneinander lernen. Ungewöhnliche Figuren, Familienbilder, die gesellschaftliche Normen ignorieren, und die aberwitzige Suche nach Billy Ds Vater mithilfe eines komplizierten Rätsels machen den Charme des Buchs aus. Die authentische Jugendsprache haben die Übersetzerinnen Jessika Komina und Sandra Knuffinke gelungen ins Deutsche übertragen.

„Das Fieber“ von Makiia Lucier+

Dieser historische Roman widmet sich einem bisher wenig in der Jugendliteratur aufgegriffenen Thema: der Spanischen Grippe, der weitaus mehr Menschen zum Opfer fielen als dem Ersten Weltkrieg. Aus der Ich-Perspektive der 17-jährigen Cleo Berry beschreibt die Autorin, wie die Grippe-Epidemie in Oregon im September 1918 über die Stadt hereinbricht. Alles öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Doch Cleo verschanzt sich nicht zu Hause, das selbstlose Mädchen entschließt sich zu helfen: „Wer, wenn nicht ich?“, ist die Leitfrage des Romans.
Wie Cleo ihre bis an den Rande der Erschöpfung gehende Arbeit vollbringt, wird in einer stilistisch ausgefeilten, filigranen Sprache geschildert, die an Jane Austen erinnert. Katharina Diestelmeier hat sie mit großem Gespür für die historische Anmutung übersetzt. Der ureigenste menschliche Instinkt, nämlich der unbedingte Überlebenswille, wird hierbei gekonnt literarisch transportiert. Gleichzeitig greift das Buch mit seiner couragierten und eigenständigen Protagonistin glaubhaft weibliche Bestrebungen nach Selbständigkeit im historischen Kontext auf.

Auch die folgenden Titel wurden für diese Kategorie ausgewählt:

„Ein Sommer am See“ von Mariko Tamaki
„Mädchenmeute“ von Kirsten Fuchs
„Eleanor und Park“ von Rainbow Rowell
„Das hier ist kein Tagebuch“ von Erna Sassen

Erstellt von: Praktikantin I.Babenko