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Ausstellung: „Die 25 Schönsten : Die schönsten deutschen Bücher 2017, ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst“

14. April 2018
Veranstaltung: Buchkunst zum Blättern: Preisträgerbücher 2017 der Stiftung Buchkunst, vorgestellt von Buchgestalterin Katrin Herrmann

14. April – 04. Mai 2018
Ausstellung: „Die 25 Schönsten : Die schönsten deutschen Bücher 2017, ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst“

In der Regionalbibliothek Neubrandenburg ist vom 14. April bis zum 4. Mai 2018 zu den Öffnungszeiten eine kleine Ausstellung mit großer Buchkunst zu sehen: die 25 schönsten deutschen Bücher des Jahres 2017, ausgewählt und prämiert von der Stiftung Buchkunst. Zusätzlich gibt es ein Buch zu sehen, das im Wettbewerb „Schönste Bücher aus aller Welt 2018“ mit der höchsten Auszeichnung geehrt wurde, der „Goldenen Letter“. Das „weltschönste Buch 2018“, die Publikation »HEIMAT, HANDWERK UND DIE UTOPIE DES ALLTÄGLICHEN“, kommt aus der Schweiz und gehört zum Ausleih-Angebot der Regionalbibliothek.

Foto: Die schönsten deutschen Bücher 2017, ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst, Copyright „Uwe Dettmar, Frankfurt am Main“

Zum Auftakt gibt es am Samstag, dem 14. April 2018 sogar die Chance, selbst in den „Schönsten“ zu blättern! Um 10.30 Uhr wird die Neubrandenburger Buchgestalterin, Fotografin und Autorin Katrin Herrmann ihre ganz persönlichen „Lieblings-Bücher“ unter den 25 Preisträgern vorstellen. Sie möchte Besucher der Regionalbibliothek einfach einmal neugierig machen auf zeitgemäße Buchkunst  und den Blick schärfen für buchkünstlerische wie verarbeitungstechnische Kriterien eines „schönen Buches“.  Die Regionalbibliothek lädt herzlich ein zur Veranstaltung „Buchkunst zum Blättern“, der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind gern möglich unter 0395  555-1324 oder auskunft.bibl@neubrandenburg.de.

Die Ausstellung der „25 Schönsten“ ist in der Regionalbibliothek eine besondere Bücherfrühlings-Tradition. Sie zeigt „vorbildliche Gebrauchsbücher“, die zeigen, wie Inhalt stimmig, funktional und zeitgemäß „transportiert“ werden kann über innovative Gestaltung und hervorragende Verarbeitung. Je 5 Preisträger-Titel gehören zu den Kategorien »Allgemeine Literatur«, »Fachbücher, Wissenschaftliche Bücher, Sachbücher, Schulbücher«, »Ratgeber«, »Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge« und »Kinderbücher, Jugendbücher“.

Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, machte in ihrem Resümee des Wettbewerbs-Jahres 2017 neugierig: „Ob opulenter Bildband, Roman, schmaler Reiseführer oder Bilderbuch – herausragende Buchgestaltung ist in allen Sparten und Genres zu finden. Ein Trend begleitet uns auch 2017: Der Farbschnitt schmückte zahlreiche Bücher. Und er wird immer bunter und ausgefallener. Auffällig oft wurden außerdem die Farben Rot und Schwarz in der Gestaltung verwendet. Dies spiegelt sich auch bei unseren Ausgezeichneten wider.[1]«

Mehr Informationen: http://www.stiftung-buchkunst.de/, http://www.bibliothek-nb.de/

[1] http://www.stiftung-buchkunst.de/de/die-schoensten-deutschen-buecher/2017/die-schoensten-deutschen-buecher-2017.html

Der Roman „Kinderzimmer“ von Valentine Goby wird mit dem Annalise-Wagner-Preis 2017 ausgezeichnet

Die französische Autorin Valentine Goby erhält für ihren Roman „Kinderzimmer“ den „Annalise-Wagner-Preis 2017“ der Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg. Der Roman erschien im Frühjahr 2017 in der deutschen Übersetzung von Claudia Steinitz im Verlag ebersbach & simon, im Rahmen des Förderprogramms des Französischen Außenministeriums, vertreten durch die Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Berlin, Institut français Deutschland.


In ihrem Roman beleuchtet Valentine Goby literarisch eine unfassbare Facette von NS-Verbrechen im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück: die Ermordung der Kinder, die dort geboren wurden. Aus intensiven Recherchen und Gesprächen u. a. mit Marie-José Chombart de Lauwe, die als Häftlings-Krankenschwester im „Kinderzimmer von Ravensbrück“ um das Leben der Neugeborenen rang, die dort ab 1944 nicht mehr sofort getötet wurden, sondern an Hunger, Kälte und Krankheiten starben, webt die Autorin eine fiktive Geschichte, die den „inneren Kern“ von Zeitzeugen-Erinnerungen, Lebens-Erfahrungen und historischen Forschungen konzentriert erfasst, verdichtet und in Literatur verwandelt.

Sie erzählt in hoch verdichteten Rückblenden, Momentaufnahmen, Assoziationen, Dialogen von Mila, die 1944 ins KZ Ravensbrück deportiert wird, deren Kind im „Kinderzimmer“ stirbt und die es gemeinsam mit Kameradinnen aus mehreren Ländern schafft, ein verwaistes Baby als ihren Sohn auszugeben, es zu beschützen und zu retten.

Aus dem bedrückenden Sujet „Kinderzimmer“ entwickelt Valentine Goby eine hoffnungsvolle Geschichte von Mut und Widerstand gegen Terror und Gewalt, von Solidarität und Freundschaft, von Menschlichkeit und Menschenwürde unter menschenverachtenden Bedingungen.

In der Rahmenhandlung sucht die Hauptfigur als 80jährige Zeitzeugin nach dem Punkt, an dem diese Vergangenheit und unsere Gegenwart sich berühren, wo sich die Zwanzigjährige von 1944 und junge Leute von heute treffen – und resümiert: „Man braucht Historiker, um über die Ereignisse zu berichten; Zeugen, die ihre persönliche Geschichte erzählen, und Schriftsteller, um zu erfinden, was für immer verschwunden ist: den Augenblick.“ (V. Goby)

Valentine Gobys konzentrierte, klare, leicht verständliche Sprache verdichtet historisches Wissen mit poetischer Kraft zu literarischen Bildern, die Lesern helfen, „den Kern der Dinge“ zu sehen. Ihre Sprache lässt keine Phrase, keine Rührseligkeit zu, sie trägt diese Geschichte voller Empathie, Prägnanz und Präzision.

Die Autorin, selbst Jahrgang 1974 und damit zur Enkelgeneration gehörend, wurde in Frankreich bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit diesem Roman gelingt ihr etwas Erstaunliches, das bislang nur einigen wenigen Überlebenden selbst gelungen ist, so zum Beispiel Primo Levi, Liana Millu, Imre Kertesz oder Charlotte Delbo: eine Zeugnissprache, die in das Innere des „univers concentrationnaire“ (David Rousset) führt, Fakten atmosphärisch zu Momentaufnahmen verdichtet, nach Schwierigkeit und Notwendigkeit dieser Erinnerungen fragt, nach ihrer Bedeutung für unser Verständnis von Menschenwürde und Menschenrechten – und auch nach der besonderen Rolle, die Literatur als Medium des kollektiven Gedächtnisses spielt.

Diese poetische Sprachkraft aktiviert einen intensiven Dialog zwischen Text und Leser, inspiriert Gedankenaustausch, Gespräch – und lebendige Erinnerung. Der hervorragenden Übersetzung von Claudia Steinitz ist zu danken, dass sie auch deutsche Leser erreicht.

Nun setzt ein regionaler Literaturpreis aus Mecklenburg-Vorpommern ein Zeichen dafür, wie hochaktuell und wie literarisch faszinierend dieser Roman auch und gerade für deutsche Leser ist.

Im Fokus des Annalise-Wagner-Preises stehen Texte, die Besonderes beitragen zum kollektiven Gedächtnis der historischen Region „Mecklenburg-Strelitz“. In der regionalen Erinnerungskultur spielt die Auseinandersetzung mit „NS-Geschichte vor der Haustür“ eine wichtige Rolle. Dazu gehören die vielfältigen Verbindungen von Orten wie Fürstenberg oder Neubrandenburg mit dem Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.

Im Roman „Kinderzimmer“ wird das Netz zwischen Orten der Region und dem KZ Ravensbrück auf literarisch überzeugende Weise geknüpft, „Lager“ und „Welt“ gehören unmittelbar zusammen.

Immer wieder erinnern das Motiv des Blicks über den See nach Fürstenberg und die Ortsnamen in Beobachtungen, Nachrichten und heimlich gesammelten Zeugnissen daran: Geographisch und historisch betrachtet lag das Konzentrationslager Ravensbrück nicht „außerhalb der Welt“, sondern in Sichtnähe der Einwohner der damals mecklenburgischen Stadt Fürstenberg. Auch in Neubrandenburg gehörten tausende Häftlingsfrauen in Außenlagern zum Alltag. Selbst die geheimen Kontakte der Frauen aus Ravensbrück zu Kriegsgefangenen aus dem Lager Neubrandenburg-Fünfeichen spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle.

Wie eng diese Region und „das Frauen-KZ“ verbunden waren, vermittelt Valentine Goby in einem Roman, der die Vergangenheit, die Erinnerung an das Konzentrationslager Ravensbrück, poetisch vergegenwärtigt – und aus der Gegenwarts-Perspektive den Kreis zwischen Erinnerung und Zukunft schließt. Valentine Goby findet und erfindet mit beeindruckender poetischer Sprachkraft „das, was für immer verschwunden ist: den Augenblick“ (V. Goby). Der Leser findet in poetischen Bildern Fragen, die ihn angehen und Antworten, die nachdenklich machen.

Valentine Goby, geboren 1974, ist seit 15 Jahren als freie Autorin für verschiedene französische Verlage tätig, hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2014 erhielt sie für „Kinderzimmer“ den renommierten Prix des Libraires. Valentine Goby lebt in der Nähe von Paris.

Valentine Goby gehört zur „Enkel-Generation“. Sie wusste nichts vom „Kinderzimmer“, wenig vom Lager Ravensbrück, als sie einem der drei überlebenden französischen Ravensbrück-Kinder begegnete. Sie recherchierte Dokumente, las Bücher und führte intensive Gespräche mit Zeitzeugen, darunter mit den französischen „Kindern von Ravensbrück“ Jean-Claude Passerat, Guy Poirot und Sylvie Aylmer sowie Marie-José Chombart de Lauwe, die als Häftlings-Krankenschwester u.a. die Morde an Neugeborenen miterlebte, 1944 im „Kinderzimmer“ eingesetzt wurde und helfen konnte, ein verwaistes Baby zu retten. Und bald ließ Valentine Goby „aufhorchen, dass es dabei nicht nur um die Geschichte der anderen ging, sondern auch um meine.“

(Zitat: Clarisse Cossais: Vergangenes neu schreiben : Französische Schriftsteller der dritten Generation beschäftigen sich mit dem Zweiten Weltkrieg, Deutschlandfunk Kultur, 26.09.2014,  http://www.deutschlandfunkkultur.de/literatur-vergangenes-neu-schreiben.976.de.html?dram:article_id=295170 )

Hier finden Sie die PDF der Pressemitteilung.

Mehr Informationen:

http://www.ebersbach-simon.de/buecher/kinderzimmer
https://fr.wikipedia.org/wiki/Valentine_Goby
www.annalise-wagner-stiftung.de

Nachlese und Vorschau der Veranstaltungen der Kinderbibliothek im Bücherfrühling

Das Erklärbakterium und Cora, der verrückte Vogel von Frau Doktor Mottl-Link  (Autorin der Bücher: „Frau Doktor hat einen Vogel“, „Eine Reise durch den Körper“…) erklärten den Kindern am 26.04.2016 in der Regionalbibliothek die Funktionsweise des menschlichen Körpers.

Sie fanden Antworten auf Fragen wie:

Wie heilt eine Wunde? Warum pupsen wir? Was passiert mit dem Essen im Bauch? Wann müssen wir niesen und wie macht man das am besten? – und noch viele mehr.

Die Zuschauer lauschten begeistert und machten bei vielen lustigen Übungen mit. Frau Dr. Mottl-Link und ihrer Erklärpuppen verstanden es meisterhaft, die Kinder für dieses nicht alltägliche Thema zu begeistern.

Nächste Veranstaltungen der Kinderbibliothek im Bücherfrühling sind:

24.05.2017 · 8.30 Uhr und 10.00 Uhr       
Britta Matthies : „Tümpelkinder“
Diese Veranstaltungen sind leider schon ausverkauft.

14.06.2017 · 9.30 Uhr und 10.45 Uhr       
Nicole Bernhard: „Die kleine Seenadel – Jeder ist wichtig!“
Die Abenteuer einer kleinen Seenadel in Nord- und Ostsee.
Für diese Veranstaltung können sich noch 1. oder 2. Klassen bewerben.

30.06.2017 · 8.30 Uhr und 10.00 Uhr       
Tanja Dückers: „Katzenaugen-grüne-Trauben-Blitzer-Glitzer-Geistergrün“
In diesem Buch geht es um Farben, Farbnuancen, Wort-Neuschöpfungen und –Spiele. Vorschulgruppen oder 1. Klassen können sich noch für diese Veranstaltungen bewerben.

Eintritt für alle Veranstaltungen: pro Teilnehmer 1,00 €
Anmeldung unter: 0395 555-1318 oder per Mail an elke.riedel@neubrandenburg.de

Bücherfrühling 2017 – Programm der Regionalbibliothek

Es wird Bücherfrühling in Neubrandenburg! 

Hier finden Sie das spannende Gesamtprogramm Bücherfrühling 2017 .

Der Bücherfrühling startet am 22. April im Schauspielhaus mit Schauspielerin Andrea Sawatzki http://www.andrea-sawatzki.de/ und ihrer Hochzeitskomödie „Ihr seid natürlich eingeladen“ (Karten gibt es hier: KLICK).

Und natürlich sind Sie herzlich eingeladen zum Bücherfrühling in der Regionalbibliothek!

Hier finden Sie die Bibliotheks-Angebote  Programm der Regionalbibliothek als PDF

26. April 2017 –  10.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Dr. Sibylle Mottl-Link: Frau Doktor hat einen Vogel : Gesund-Mach-Geschichten

In ihrem Nachtdienst lernt die Kinderärztin Frau Dr. Modeling den wissbegierigen Vogel Cora kennen und erzählt ihm Gesundmachgeschichten zu den häufigsten Kinder-Beschwerden. Und das sind richtige Gesund-Lach-Geschichten! Cora verpackt die Tipps in lustige Merkverse. So erfahren Kinder ab vier Jahren, was man z. B. gegen Schnupfen tun kann.

Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318

26. April 2017 – 15.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Dr. Sibylle Mottl-Link: In meinem Körper ist was los! : medizinische Kinder-Comedy-Lesung

Mit Coli, dem „Erklärbakterium“, geht es in dieser lustigen Mitmach-Lesung auf eine Erkundungstour durch den Körper. Die Kinderbuch-Autorin und Ärztin Dr. Sibylle Mottl-Link ist mit ihrer zweiten „medizinischen Kinder-Comedy-Lesung“ und der schlauen Handpuppe Coli zu Gast in Neubrandenburg. Mit Humor klärt sie gemeinsam mit Kindern zwischen 5 und 8 Jahren spannende „medizinischen Fragen“ und erzählt in kleinen Geschichten, was im Körper so los ist.

Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318 Eintritt  Kind 2,00 €, Erwachsene 4,00 €, Kartenvorverkauf in der Regionalbibliothek, Reservierung 0395 / 5551324

2. Mai 2017 –  10.00 Uhr und 11.45 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Thomas Feibel: „Ich weiß alles über dich“. „#selbstschuld“

Thomas Feibel ist der führende Journalist in Sachen „Kinder und Computer“ in Deutschland, Mit-Initiator des  deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI  und mehrfach ausgezeichneter Kinder- und Jugendbuchautor. In seinen Jugendromanen ist er „dicht dran“ an der Lebens-Realität junger Leute und greift so spannend wie

unterhaltsam brisante Themen rund um elektronische Medien auf: Gefahren im Bereich social media, Cybermobbing, Abzocke im Internet oder Smartphone-Sucht.

Reihe Jugend & Bibliothek : Autoren lesen für junge Leute, Kontakt: 0395 / 5551317

6. Mai 2017 – 10.30 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

(Vor-)Lese-Spaß am Samstag

Ehrenamtliche Vorlese-Paten lesen Kindern ab 4 Jahren Überraschungs-Geschichten vor. Worum es geht, wird nicht verraten! Eintritt frei.

12. Mai 2017 – 18.00 Uhr
Studienraum Stadtarchiv/Regionalbibliothek, Eingang Darrenstraße

Brigitta Waldow-Schily: Die Künstlerin Maria Hiszpanska-Neumann und Neubrandenburg : Briefe, Zeichnungen, Erinnerungen

Welche Verbindung gibt es zwischen Neubrandenburg und der „polnischen Käthe Kollwitz“? Was erzählen dazu Briefe von Maria Hiszpanska-Neumann (1917-1980), die vor wenigen Jahren zufällig entdeckt wurden? Was hat der „Neubrandenburger Schmuggelfund“ damit zu tun? Brigitta Waldow-Schily berichtet von einer spannenden biografischen Spurensuche, porträtiert eine außergewöhnliche Künstlerin und liest erstmals in Neubrandenburg aus Briefen, die die junge Kunststudentin hier schrieb: als Gefangene im Außenlager des KZ Ravensbrück.

Reihe Zeitlupe – Leselupe : Zeitgeschichte in neuen Texten

Eintritt  4,00 €, ermäßigt 3,00 €
Abendkasse, Kartenvorverkauf in der Regionalbibliothek, Reservierung 0395 / 5551324

Veranstalter: Zeitlupe : Stadt.Geschichte & Erinnerung / Projekt der RAA MV e.V., Stadtarchiv Neubrandenburg, Regionalbibliothek Neubrandenburg

 13. Mai 2017 – 10.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Naomi Fearn: Neugierig auf Comics?

Foto: Lux Revolver

Die deutsch-amerikanische Comic-Zeichnerin Naomi Fearn illustriert u. a. die Tiger-Team-Reihe von Thomas Brezina. Am internationalen Gratis-Comic-Tag möchte sie neugierig machen auf diese spannende Kombination von Wort und Bild, von Literatur und Zeichen-Kunst. Jeder kann den „schnellen Zeichenstrich“ selbst ausprobieren, die Profi-Zeichnerin zeigt  Kniffe und Tricks für besondere Effekte und es entsteht „live und in Farbe“ ein gemeinsam gestalteter Comic-Strip.

Reihe Jugend & Bibliothek : Autoren lesen für junge Leute, Kontakt: 0395 / 5551317 Eintritt  Kinder / Jugendliche 2,00 €, Erwachsene 4,00 € Kartenvorverkauf in der Regionalbibliothek, Reservierung 0395 / 5551324

www.eventilator.de

18. Mai 2017 – 16.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Offene BibliotheksTour mit BibliotheksTipp

Bei einer kurzweiligen Führung durch die Regionalbibliothek gibt es Informationen zu Medienangebot und Bibliotheksservice sowie Lesetipps zu aktuellen Reiseführern und druckfrischer Regionalliteratur. Eintritt frei.  

24.05.2017 – 8.30 Uhr und 11.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Britta Matthies: Tümpelkinder

Die Künstlerin und Kinderbuchautorin geht mit Grundschulkindern auf eine wunderbare Reise in die Welt des Lebens in einem kleinen Teich. Auf dem Tisch wird ein großes Wasserglas voller winziger Wassertierchen stehen, die Kinder hören spannende „Tümpel-Geschichten“ und zeichnen viele Tiere, die rund um kleine Seen zu Hause sind.

Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318
3. Juni 2017 – 10.30 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

(Vor-)Lese-Spaß am Samstag

Ehrenamtliche Vorlese-Paten lesen Kindern ab 4 Jahren eine Überraschungs-Geschichte vor. Worum es geht, wird nicht verraten! Eintritt frei.

14. Juni 2017 – 8.30 Uhr und 11.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Nicole Bernard: Die kleine Seenadel – Jeder ist wichtig.

Wieder ist die kleine Seenadel auf der Suche nach neuen Abenteuern in der Meereswelt von Nord- und Ostsee. Der Autorin Nicole Bernard geht es in ihren beliebten Radio-Gute-Nacht-Geschichten, ihren Büchern und Lesungen für Grundschulkinder um das Thema Wertschätzung und um die besondere Kraft gesprochener und geschriebener Worte dafür.
Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318 Veranstalter: Regionalbibliothek Neubrandenburg

23.06.2017 – 17.00 Uhr
Regionalmuseum / Franziskanerkloster

Öffentliche Verleihung des 26. Annalise-Wagner-Preises

Die Annalise-Wagner-Stiftung verleiht zum 26. Mal den Annalise-Wagner-Preis an einen Text aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz. Zur Preisverleihung sind Gäste herzlich willkommen! Im Rahmenprogramm lädt das Regionalmuseum um 15 Uhr und 16 Uhr zu Führungen durch die Sonderausstellung „Hochzeit im Kloster“ ein. Wer Annalise-Wagner-Preisträger/in sein wird, entscheidet die Jury im Mai. Aktuelle Informationen dazu gibt es unter www.annalise-wagner-stiftung.de.

Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter stiftung.bibl@neubrandenburg.de oder 0395 / 5551333. Veranstalter: Annalise-Wagner-Stiftung

Ausstellung:

11. April 2017 – 6. Mai 2017
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

„Die 25 Schönsten“ : Die schönsten deutschen Bücher 2016

Annalise-Wagner-Preis 2016 geht an Dr. Friederike Drinkuth

Die Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg vergibt im Jahr 2016 zum 25. Mal den ersten neuen Kulturpreis, der nach 1990 im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen wurde. Der mit 2.500 Euro dotierte Annalise-Wagner-Preis ist ein Vermächtnis der Neustrelitzer Heimatforscherin Annalise Wagner (1903-1986). Er macht aufmerksam auf Texte, die für das „Gedächtnis der Region Mecklenburg-Strelitz von besonderem Wert sind“ (A. Wagner).

Der 25. Annalise-Wagner-Preis geht an Dr. Friederike Drinkuth für ihre historisch-biografische Skizze über Herzogin Dorothea Sophie von Mecklenburg-Strelitz (1692-1765), in der die Schweriner Kunsthistorikerin ein Kapitel aus der frühen Landesgeschichte von Mecklenburg-Strelitz und die Entstehungsgeschichte der barocken Residenzstadt Neustrelitz völlig neu beleuchtet.

„Männlicher als ihr Gemahl“ heißt der beziehungsreiche Titel des unmittelbar vor seiner Veröffentlichung im Thomas Helms Verlag Schwerin stehenden Buches, das herausgegeben wird mit der Schlösserverwaltung „Staatliche Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern“. Der Titel macht neugierig darauf, „dass sich hinter dem Namen Dorothea Sophie eine der denkwürdigsten Persönlichkeiten des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz verbirgt“. Dr. Friederike Drinkuth gelingt es erstmals, eine These zu beweisen, der bereits u. a. die Stifterin des Preises auf der Spur war: Die in der Öffentlichkeit bisher kaum bekannte Herzogin Dorothea Sophie war bei weitem nicht nur „Gemahlin Adolf Friedrichs III. von Mecklenburg-Strelitz (1686-1752)“, sondern „die eigentliche Regentin des Landes und die Begründerin der Residenzstadt Neustrelitz“.

Die Autorin weist auf der Grundlage neu erschlossener zeitgenössischer Archivalien und Quellen nach: „Hinter der Fassade ihres Mannes“ regierte über dreißig Jahre lang die Herzogin. Sie nutzte ihre Chancen zur Machtausübung als Frau „in vollstem Umfang“ und nahm „großen Einfluss auf die Geschichte des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz“. „Besonders die Bautätigkeit und das kulturelle Engagement der Herzogin haben das Herzogtum Mecklenburg-Strelitz entscheidend geprägt und Spuren hinterlassen, auf denen man noch heute wandeln kann.“ Auf die Herzogin zurück geht die „bedeutendste baupolitische Maßnahme, die in der gesamten 200-jährigen Geschichte des Herzogtums (1701-1918) geleistet wurde“: die Errichtung des machtpolitisch repräsentativen neuen Residenzschlosses mit Schlossgarten und die Gründung der neuen Residenzstadt Neustrelitz. Die Autorin hebt hervor: „Insbesondere die „Verlegung der Residenz und damit verbunden die Gründung einer neuen Residenzstadt durch eine Frau ist außergewöhnlich und ohne Entsprechung in der Geschichte der deutschen Territorien.“

Zum nuancenreichen Lebensbild dieser hochbarocken Frauenpersönlichkeit gehören auch ihre intensive Förderung der Musik, ein „Ausgangspunkt für eine neue musikalische Ära an den mecklenburgischen Fürstenhöfen“, die Geschichte ihrer Liebhaber, ihr „Hang zu höfischer Pracht“ und die hohe Verschuldung des Landes, nicht zuletzt durch die Repräsentationsbauten bis hin zur Errichtung des Schlosses in Fürstenberg als Witwensitz.

Die Publikation vermittelt einen neuen Ansatz für die weitere Erforschung und Vermittlung von Stadtgeschichte der Barockstadt Neustrelitz, Regionalgeschichte von Mecklenburg-Strelitz sowie mecklenburgischer Landes-, Kultur- und Baugeschichte – und der Autorin gelingt es, wissenschaftlich präzise und zugleich im besten Sinne populärwissenschaftlich und spannend davon zu erzählen.

(alle Zitate: Drinkuth, F.: Männlicher als ihr Gemahl, Helms, 2016)

Dr. Friederike Drinkuth, Foto: Frank Neumann

Dr. Friederike Drinkuth, Foto: Frank Neumann

Dr. Friederike Drinkuth ist als Kunsthistorikerin eine ausgewiesene Expertin für mecklenburgische Schlösser aus dem 18. Jahrhundert und leitet das Referat „Staatliche Schlösser und Gärten in Mecklenburg-Vorpommern“ im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern.

Zur öffentlichen Verleihung des 25. Annalise-Wagner-Preises lädt die Annalise-Wagner-Stiftung herzlich ein am 25. Juni 2016 um 16 Uhr im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz. 

Mehr Informationen zum Annalise-Wagner-Preis: www.annalise-wagner-stiftung.de.

Annalise-Wagner-Stiftung
Geschäftsstelle
c/o Stadt Neubrandenburg
Regionalbibliothek
Marktplatz 1
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395 555-1333
eMail: stiftung.bibl@neubrandenburg.de
www.annalise-wagner-stiftung.de