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„Hochschul-Wanderbank“ vernetzt und zieht rote Fäden durch die Stadt

Die „Hochschul-Wanderbank“ wandert seit dem Sommer 2017 durch die Hochschul-Stadt Neubrandenburg und knüpft dabei viele rote Fäden zwischen Stadt und Hochschule. Das Netz der Kooperationen ist vielfältig, dicht gewebt und tragfähig – und wird durch die „roten Wanderbank-Fäden“ im Stadtbild auf überraschende Weise sichtbar.

Angelika Zillmer, Regionalbibliothek, Anita Olsowski, Hochschulbibliothek, Heike Birkenkampf, Regionalbibliothek (v. l. n. r.)

Zwischen Dezember 2017 und März 2018 machte die auffällige Bank in der Regionalbibliothek Station. Sie war ein beliebtes „Selfie-Motiv“, verwandelte sich in eine außergewöhnliche „Schmöker-Ecke“ und lud dazu ein, neue „Ein- und Ausblicke“ zur Kooperation zwischen Neubrandenburger Hochschulbibliothek und Regionalbibliothek zu gewinnen.

Für BibliotheksbesucherInnen „auf den ersten Blick“ erkennbar, gehören Publikationen der Hochschule im Bestand der Regionalbibliothek genauso wie die Werbung für die Partnerbibliothek mit aktuellem Informationsmaterial dazu. Viele NeubrandenburgerInnen, Studierende und HochschullehrerInnen nutzen beide Bibliotheken mit ihren jeweils spezifischen Angeboten mit großem Gewinn.

Auch der „zweite Blick“ ist interessant: Er öffnet die Augen für langjährige, erfolgreiche Kooperationen bei der Entwicklung von zeitgemäßen Bibliothekskonzepten, beim Bestandsaufbau, bei der Betreuung von Auszubildenden und Studierenden, bei der Weiterbildung des Fachpersonals und beim Engagement im Deutschen Bibliotheksverband Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehörte im September 2017 die gemeinsame Organisation der 10. polnisch-deutschen Bibliothekskonferenz der Vereinigung Westpommerscher Bibliotheken und des Deutschen Bibliotheksverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Oberbürgermeister Silvio Witt freute sich besonders, die Konferenz-TeilnehmerInnen in Neubrandenburg erstmalig in seiner Funktion als Landesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes Mecklenburg-Vorpommern begrüßen zu dürfen. Die Regionalbibliothek und die Hochschulbibliothek nutzten diese Konferenz als Plattform für einen Erfahrungsaustausch mit ihren polnischen KollegInnen. Auf der Bibliothekskonferenz entstand u. a. eine neue Ausstellungsidee, die durch die Bibliotheken Koszalin und Neubrandenburg gemeinsam umgesetzt und mit einer Jugend-Kunst-Aktion begleitet wurde. Die Ausstellung zeigt Bücher, die von der polnischen Künstlerin Maria Hiszpanska-Neumann (1917-1980) illustriert wurden. Sie wurde bisher in der Regionalbibliothek präsentiert und wandert demnächst in die Hochschule. Aufgrund ihrer Lebensgeschichte, die auch Bezüge zur Geschichte Neubrandenburgs aufweist, ist Hiszpanska-Neumanns künstlerische Auseinandersetzung mit dem Wert der Menschenwürde geeignet, auch in heutiger Zeit Denkanstöße zu diesem Thema zu geben.

Beide Bibliotheken in der Stadt freuen sich über die gelebte Zusammenarbeit und planen weitere Kooperationen, die das Netz der „roten Fäden“ immer dichter werden lässt.

Die „Hochschul-Wanderbank“ wird in naher Zukunft vor der Kunstsammlung zum Verweilen einladen und von neuen gemeinsamen Projekten mit der Hochschule zeugen.

Christina Küster und Gitte Zeipelt

Weihnachtswichtel und Wander-Bank in der Regionalbibliothek

Zauberhafte Weihnachtszeit: in der Regionalbibliothek verwandelten sich 11 „Wurzelzwerge“ aus der Kita Ökolino in klitzekleine Weihnachtswichtel! Optisch „gezaubert“ hat dabei die riesengroße „Wander-Bank“ der Hochschule Neubrandenburg. Die „Hochschul-Bank“ wandert  ja durch die Hochschul-Stadt  und knüpft auf ihren Wegen viele rote Fäden zwischen Stadt und Hochschule. Von Dezember 2017 bis Januar 2018 macht sie in der Regionalbibliothek Station und lädt dazu ein, einfach mal Platz zu nehmen  – und einen „Perspektivwechsel“ zu wagen. Für Fragen, Ideen, Anregungen, die dabei entstehen, gibt es ein „Wander-Buch“, ein Notizbüchlein, das zur „Ideen-Bank“ werden könnte. Im Januar 2018 werden Hochschule Neubrandenburg und Regionalbibliothek eine Idee daraus in einer gemeinsamen Veranstaltung aufgreifen. Im Dezember aber verwandelt sich die Wander-Bank in eine einzigartige „Riesen-Schmöker-Ecke“ mit kleinen Adventsüberraschungen für neue Bibliotheksbenutzer.

Die kleinen Weihnachtswichtel haben in der Bibliothek jedoch nicht nur die Hochschul-Wanderbank getestet, sondern auch für eine Weihnachtsüberraschung gesorgt:  Mit großer Begeisterung verwandelten die Kinder der integrativen Kita Ökolino den Bibliotheks-Tannenbaum mit selbst gebasteltem Weihnachtsschmuck in einen liebevoll geschmückten Weihnachtsbaum. Erzieherin Astrid Gipp verbindet diesen Weihnachtsgruß mit kleinen, großen (Weihnachts-)Wünschen: Sensibilisierung und Wertschätzung für Vielfalt als Bereicherung, Respekt  und Würde für jede kleine und große einzigartige Persönlichkeit, Frieden, Wärme und Geborgenheit. Die Regionalbibliothek freut sich, diese Gedanken, die den Sinn des Advents so tief berühren,  mit dem Weihnachtsbäumchen der „Wurzelzwerge“ gerade rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember und in der Weihnachtszeit an ihre vielen Besucher weiterzugeben.