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Annalise-Wagner-Preis 2018 für Fallada-Biografie von Peter Walther, Annalise-Wagner-Jugendpreis für Fantasy-Roman von Schüler Marvin Wils

Die Schriftstellerbiografie „Hans Fallada“ von Peter Walther (Aufbau Verlag 2017, Aufbau-Taschenbuch 2018) wird mit dem 27. Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.


Der Literaturpreis der Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg würdigt hervorragende Texte mit Bezug zur Region Mecklenburg-Strelitz im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, ist mit 2.500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr gefördert durch die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin.

Der Schriftsteller Hans Ditzen (1893 – 1947) publizierte unter dem Pseudonym „Hans Fallada“ ein literarisches Werk, dessen beste Texte von weltliterarischem Rang sind. Die Zusammenhänge zwischen dramatischer Lebensgeschichte, Werk und Zeit leuchten seit ca. 15 Jahren Fallada-Romane in Originalfassungen, Quellenfunde und Literaturwissenschaft neu aus. Die internationale „Fallada-Renaissance“ ist auch für die Region des Annalise-Wagner-Preises eine spannende „Literatur-Geschichte“, sind doch sowohl Leben und Werk Hans Falladas als auch die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung seines literarischen Erbes eng verbunden mit dieser Region, insbesondere mit dem Ort Carwitz, wo er 1933 bis 1944 lebte.

Auf dem aktuellen Forschungsstand schildert Peter Walther „das Leben des Schriftstellers dicht entlang der Quellen“[1] beeindruckend detailreich wie differenziert, hinterfragt insbesondere Facetten zu Falladas Leben und Werk während der NS-Diktatur mit ihren Bezügen zu Carwitz bzw. Neustrelitz neu. Plastisch vermittelt er die Ambivalenz, die Widersprüche, die mehrfachen Brüche und Rätsel der Persönlichkeit, der Lebensgeschichte und des literarischen Werks und lässt Leser „die Faszination entdecken, die von der Biographie des Schriftstellers ausgeht“.[2] Dabei findet er einen so sachlichen wie warmherzigen Ton, in dem sich die kritische Distanz des Literaturwissenschaftlers mit Respekt und sensibler Empathie verbinden – und eine Erzählweise, die fesselt.

In der Begründung für die Preisvergabe betont die Jury:
„Mit Peter Walthers packend erzählter Fallada-Biografie gehen Leser auf eine erhellende kultur- und zeitgeschichtliche Entdeckungsreise, tauchen ein in eine an- und aufregende biografische Erzählung – und nicht zuletzt: in ein inspirierendes Lese-Erlebnis. Eine Schriftstellerbiografie, spannend wie ein Roman, mit der sich Hans Fallada bestens entdecken – und neu entdecken lässt.“

Vor dem Hintergrund des Jahres des europäischen Kulturerbes 2018 und des 125. Geburtstags von Hans Fallada am 21. Juli 2018 setzt auch der regionale Literaturpreis aus Mecklenburg-Vorpommern seinen kleinen Spot darauf, was uns heute Leben und Werk Hans Falladas zu sagen haben. Insbesondere Falladas „Carwitzer Jahre“ regen an zur Auseinandersetzung mit Themen wie Diktaturen und Meinungsfreiheit, Anpassung und Widerstand, Zivilcourage und Verantwortung … – und dem Preisträgerbuch gelingt es, diese Fragen weise und leise anklingen zu lassen.

Dr. Peter Walther, geboren 1965 in Berlin, studierte in Greifswald, Berlin und Essen Germanistik und Kunstgeschichte und wurde 1995 in Berlin promoviert. Zusammen mit Birgit Dahlke, Klaus Michael und Lutz Seiler gab er die Literaturzeitschrift „Moosbrand“ heraus. Heute leitet er gemeinsam mit Hendrik Röder das Brandenburgische Literaturbüro in Potsdam. Er ist Mitbegründer des Literaturportals „literaturport“ und veröffentlichte Bücher zur Geschichte der Fotografie sowie zu Schriftstellern wie Johann Wolfgang von Goethe, Peter Huchel, Günter Eich und Thomas Mann.

© Marvin Wils

Die Annalise-Wagner-Stiftung vergibt außerdem zum neunten Mal einen Annalise-Wagner-Jugendpreis. Er ist dotiert mit 200 Euro und wird gefördert durch die Neubrandenburger Firma Werbe-Licht Dr. Jahn GmbH. Die Auszeichnung geht an den 17jährigen Schüler Marvin Wils aus Neustrelitz. Am Manuskript seines Fantasy-Romans „Das Cursor-Vermächtnis“ lobt die Jury die spürbare Freude am Entwerfen einer phantastischen Welt und einer spannend-fantasievollen Geschichte mit jugendlichen Helden, in der „Gut und Böse“ nuanciert hinterfragt werden. Mit dieser Preisvergabe möchte die Annalise-Wagner-Stiftung junge Leute anregen und ermutigen, literarisches Schreiben als kreatives Abenteuer zu entdecken.

Die öffentliche Verleihung von Annalise-Wagner-Preis und Jugendpreis findet am 30. Juni 2018 um 15 Uhr im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz statt.

Mehr Informationen:
http://www.aufbau-verlag.de/index.php/hans-fallada.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Walther   www.annalise-wagner-stiftung.de 

Copyright:
Bild 1 © Aufbau-Verlag
Bild 2 © Steffen Muehle

Der Roman „Kinderzimmer“ von Valentine Goby wird mit dem Annalise-Wagner-Preis 2017 ausgezeichnet

Die französische Autorin Valentine Goby erhält für ihren Roman „Kinderzimmer“ den „Annalise-Wagner-Preis 2017“ der Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg. Der Roman erschien im Frühjahr 2017 in der deutschen Übersetzung von Claudia Steinitz im Verlag ebersbach & simon, im Rahmen des Förderprogramms des Französischen Außenministeriums, vertreten durch die Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Berlin, Institut français Deutschland.


In ihrem Roman beleuchtet Valentine Goby literarisch eine unfassbare Facette von NS-Verbrechen im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück: die Ermordung der Kinder, die dort geboren wurden. Aus intensiven Recherchen und Gesprächen u. a. mit Marie-José Chombart de Lauwe, die als Häftlings-Krankenschwester im „Kinderzimmer von Ravensbrück“ um das Leben der Neugeborenen rang, die dort ab 1944 nicht mehr sofort getötet wurden, sondern an Hunger, Kälte und Krankheiten starben, webt die Autorin eine fiktive Geschichte, die den „inneren Kern“ von Zeitzeugen-Erinnerungen, Lebens-Erfahrungen und historischen Forschungen konzentriert erfasst, verdichtet und in Literatur verwandelt.

Sie erzählt in hoch verdichteten Rückblenden, Momentaufnahmen, Assoziationen, Dialogen von Mila, die 1944 ins KZ Ravensbrück deportiert wird, deren Kind im „Kinderzimmer“ stirbt und die es gemeinsam mit Kameradinnen aus mehreren Ländern schafft, ein verwaistes Baby als ihren Sohn auszugeben, es zu beschützen und zu retten.

Aus dem bedrückenden Sujet „Kinderzimmer“ entwickelt Valentine Goby eine hoffnungsvolle Geschichte von Mut und Widerstand gegen Terror und Gewalt, von Solidarität und Freundschaft, von Menschlichkeit und Menschenwürde unter menschenverachtenden Bedingungen.

In der Rahmenhandlung sucht die Hauptfigur als 80jährige Zeitzeugin nach dem Punkt, an dem diese Vergangenheit und unsere Gegenwart sich berühren, wo sich die Zwanzigjährige von 1944 und junge Leute von heute treffen – und resümiert: „Man braucht Historiker, um über die Ereignisse zu berichten; Zeugen, die ihre persönliche Geschichte erzählen, und Schriftsteller, um zu erfinden, was für immer verschwunden ist: den Augenblick.“ (V. Goby)

Valentine Gobys konzentrierte, klare, leicht verständliche Sprache verdichtet historisches Wissen mit poetischer Kraft zu literarischen Bildern, die Lesern helfen, „den Kern der Dinge“ zu sehen. Ihre Sprache lässt keine Phrase, keine Rührseligkeit zu, sie trägt diese Geschichte voller Empathie, Prägnanz und Präzision.

Die Autorin, selbst Jahrgang 1974 und damit zur Enkelgeneration gehörend, wurde in Frankreich bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit diesem Roman gelingt ihr etwas Erstaunliches, das bislang nur einigen wenigen Überlebenden selbst gelungen ist, so zum Beispiel Primo Levi, Liana Millu, Imre Kertesz oder Charlotte Delbo: eine Zeugnissprache, die in das Innere des „univers concentrationnaire“ (David Rousset) führt, Fakten atmosphärisch zu Momentaufnahmen verdichtet, nach Schwierigkeit und Notwendigkeit dieser Erinnerungen fragt, nach ihrer Bedeutung für unser Verständnis von Menschenwürde und Menschenrechten – und auch nach der besonderen Rolle, die Literatur als Medium des kollektiven Gedächtnisses spielt.

Diese poetische Sprachkraft aktiviert einen intensiven Dialog zwischen Text und Leser, inspiriert Gedankenaustausch, Gespräch – und lebendige Erinnerung. Der hervorragenden Übersetzung von Claudia Steinitz ist zu danken, dass sie auch deutsche Leser erreicht.

Nun setzt ein regionaler Literaturpreis aus Mecklenburg-Vorpommern ein Zeichen dafür, wie hochaktuell und wie literarisch faszinierend dieser Roman auch und gerade für deutsche Leser ist.

Im Fokus des Annalise-Wagner-Preises stehen Texte, die Besonderes beitragen zum kollektiven Gedächtnis der historischen Region „Mecklenburg-Strelitz“. In der regionalen Erinnerungskultur spielt die Auseinandersetzung mit „NS-Geschichte vor der Haustür“ eine wichtige Rolle. Dazu gehören die vielfältigen Verbindungen von Orten wie Fürstenberg oder Neubrandenburg mit dem Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.

Im Roman „Kinderzimmer“ wird das Netz zwischen Orten der Region und dem KZ Ravensbrück auf literarisch überzeugende Weise geknüpft, „Lager“ und „Welt“ gehören unmittelbar zusammen.

Immer wieder erinnern das Motiv des Blicks über den See nach Fürstenberg und die Ortsnamen in Beobachtungen, Nachrichten und heimlich gesammelten Zeugnissen daran: Geographisch und historisch betrachtet lag das Konzentrationslager Ravensbrück nicht „außerhalb der Welt“, sondern in Sichtnähe der Einwohner der damals mecklenburgischen Stadt Fürstenberg. Auch in Neubrandenburg gehörten tausende Häftlingsfrauen in Außenlagern zum Alltag. Selbst die geheimen Kontakte der Frauen aus Ravensbrück zu Kriegsgefangenen aus dem Lager Neubrandenburg-Fünfeichen spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle.

Wie eng diese Region und „das Frauen-KZ“ verbunden waren, vermittelt Valentine Goby in einem Roman, der die Vergangenheit, die Erinnerung an das Konzentrationslager Ravensbrück, poetisch vergegenwärtigt – und aus der Gegenwarts-Perspektive den Kreis zwischen Erinnerung und Zukunft schließt. Valentine Goby findet und erfindet mit beeindruckender poetischer Sprachkraft „das, was für immer verschwunden ist: den Augenblick“ (V. Goby). Der Leser findet in poetischen Bildern Fragen, die ihn angehen und Antworten, die nachdenklich machen.

Valentine Goby, geboren 1974, ist seit 15 Jahren als freie Autorin für verschiedene französische Verlage tätig, hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2014 erhielt sie für „Kinderzimmer“ den renommierten Prix des Libraires. Valentine Goby lebt in der Nähe von Paris.

Valentine Goby gehört zur „Enkel-Generation“. Sie wusste nichts vom „Kinderzimmer“, wenig vom Lager Ravensbrück, als sie einem der drei überlebenden französischen Ravensbrück-Kinder begegnete. Sie recherchierte Dokumente, las Bücher und führte intensive Gespräche mit Zeitzeugen, darunter mit den französischen „Kindern von Ravensbrück“ Jean-Claude Passerat, Guy Poirot und Sylvie Aylmer sowie Marie-José Chombart de Lauwe, die als Häftlings-Krankenschwester u.a. die Morde an Neugeborenen miterlebte, 1944 im „Kinderzimmer“ eingesetzt wurde und helfen konnte, ein verwaistes Baby zu retten. Und bald ließ Valentine Goby „aufhorchen, dass es dabei nicht nur um die Geschichte der anderen ging, sondern auch um meine.“

(Zitat: Clarisse Cossais: Vergangenes neu schreiben : Französische Schriftsteller der dritten Generation beschäftigen sich mit dem Zweiten Weltkrieg, Deutschlandfunk Kultur, 26.09.2014,  http://www.deutschlandfunkkultur.de/literatur-vergangenes-neu-schreiben.976.de.html?dram:article_id=295170 )

Hier finden Sie die PDF der Pressemitteilung.

Mehr Informationen:

http://www.ebersbach-simon.de/buecher/kinderzimmer
https://fr.wikipedia.org/wiki/Valentine_Goby
www.annalise-wagner-stiftung.de

Bücherfrühling 2017 – Programm der Regionalbibliothek

Es wird Bücherfrühling in Neubrandenburg! 

Hier finden Sie das spannende Gesamtprogramm Bücherfrühling 2017 .

Der Bücherfrühling startet am 22. April im Schauspielhaus mit Schauspielerin Andrea Sawatzki http://www.andrea-sawatzki.de/ und ihrer Hochzeitskomödie „Ihr seid natürlich eingeladen“ (Karten gibt es hier: KLICK).

Und natürlich sind Sie herzlich eingeladen zum Bücherfrühling in der Regionalbibliothek!

Hier finden Sie die Bibliotheks-Angebote  Programm der Regionalbibliothek als PDF

26. April 2017 –  10.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Dr. Sibylle Mottl-Link: Frau Doktor hat einen Vogel : Gesund-Mach-Geschichten

In ihrem Nachtdienst lernt die Kinderärztin Frau Dr. Modeling den wissbegierigen Vogel Cora kennen und erzählt ihm Gesundmachgeschichten zu den häufigsten Kinder-Beschwerden. Und das sind richtige Gesund-Lach-Geschichten! Cora verpackt die Tipps in lustige Merkverse. So erfahren Kinder ab vier Jahren, was man z. B. gegen Schnupfen tun kann.

Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318

26. April 2017 – 15.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Dr. Sibylle Mottl-Link: In meinem Körper ist was los! : medizinische Kinder-Comedy-Lesung

Mit Coli, dem „Erklärbakterium“, geht es in dieser lustigen Mitmach-Lesung auf eine Erkundungstour durch den Körper. Die Kinderbuch-Autorin und Ärztin Dr. Sibylle Mottl-Link ist mit ihrer zweiten „medizinischen Kinder-Comedy-Lesung“ und der schlauen Handpuppe Coli zu Gast in Neubrandenburg. Mit Humor klärt sie gemeinsam mit Kindern zwischen 5 und 8 Jahren spannende „medizinischen Fragen“ und erzählt in kleinen Geschichten, was im Körper so los ist.

Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318 Eintritt  Kind 2,00 €, Erwachsene 4,00 €, Kartenvorverkauf in der Regionalbibliothek, Reservierung 0395 / 5551324

2. Mai 2017 –  10.00 Uhr und 11.45 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Thomas Feibel: „Ich weiß alles über dich“. „#selbstschuld“

Thomas Feibel ist der führende Journalist in Sachen „Kinder und Computer“ in Deutschland, Mit-Initiator des  deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI  und mehrfach ausgezeichneter Kinder- und Jugendbuchautor. In seinen Jugendromanen ist er „dicht dran“ an der Lebens-Realität junger Leute und greift so spannend wie

unterhaltsam brisante Themen rund um elektronische Medien auf: Gefahren im Bereich social media, Cybermobbing, Abzocke im Internet oder Smartphone-Sucht.

Reihe Jugend & Bibliothek : Autoren lesen für junge Leute, Kontakt: 0395 / 5551317

6. Mai 2017 – 10.30 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

(Vor-)Lese-Spaß am Samstag

Ehrenamtliche Vorlese-Paten lesen Kindern ab 4 Jahren Überraschungs-Geschichten vor. Worum es geht, wird nicht verraten! Eintritt frei.

12. Mai 2017 – 18.00 Uhr
Studienraum Stadtarchiv/Regionalbibliothek, Eingang Darrenstraße

Brigitta Waldow-Schily: Die Künstlerin Maria Hiszpanska-Neumann und Neubrandenburg : Briefe, Zeichnungen, Erinnerungen

Welche Verbindung gibt es zwischen Neubrandenburg und der „polnischen Käthe Kollwitz“? Was erzählen dazu Briefe von Maria Hiszpanska-Neumann (1917-1980), die vor wenigen Jahren zufällig entdeckt wurden? Was hat der „Neubrandenburger Schmuggelfund“ damit zu tun? Brigitta Waldow-Schily berichtet von einer spannenden biografischen Spurensuche, porträtiert eine außergewöhnliche Künstlerin und liest erstmals in Neubrandenburg aus Briefen, die die junge Kunststudentin hier schrieb: als Gefangene im Außenlager des KZ Ravensbrück.

Reihe Zeitlupe – Leselupe : Zeitgeschichte in neuen Texten

Eintritt  4,00 €, ermäßigt 3,00 €
Abendkasse, Kartenvorverkauf in der Regionalbibliothek, Reservierung 0395 / 5551324

Veranstalter: Zeitlupe : Stadt.Geschichte & Erinnerung / Projekt der RAA MV e.V., Stadtarchiv Neubrandenburg, Regionalbibliothek Neubrandenburg

 13. Mai 2017 – 10.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Naomi Fearn: Neugierig auf Comics?

Foto: Lux Revolver

Die deutsch-amerikanische Comic-Zeichnerin Naomi Fearn illustriert u. a. die Tiger-Team-Reihe von Thomas Brezina. Am internationalen Gratis-Comic-Tag möchte sie neugierig machen auf diese spannende Kombination von Wort und Bild, von Literatur und Zeichen-Kunst. Jeder kann den „schnellen Zeichenstrich“ selbst ausprobieren, die Profi-Zeichnerin zeigt  Kniffe und Tricks für besondere Effekte und es entsteht „live und in Farbe“ ein gemeinsam gestalteter Comic-Strip.

Reihe Jugend & Bibliothek : Autoren lesen für junge Leute, Kontakt: 0395 / 5551317 Eintritt  Kinder / Jugendliche 2,00 €, Erwachsene 4,00 € Kartenvorverkauf in der Regionalbibliothek, Reservierung 0395 / 5551324

www.eventilator.de

18. Mai 2017 – 16.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Offene BibliotheksTour mit BibliotheksTipp

Bei einer kurzweiligen Führung durch die Regionalbibliothek gibt es Informationen zu Medienangebot und Bibliotheksservice sowie Lesetipps zu aktuellen Reiseführern und druckfrischer Regionalliteratur. Eintritt frei.  

24.05.2017 – 8.30 Uhr und 11.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Britta Matthies: Tümpelkinder

Die Künstlerin und Kinderbuchautorin geht mit Grundschulkindern auf eine wunderbare Reise in die Welt des Lebens in einem kleinen Teich. Auf dem Tisch wird ein großes Wasserglas voller winziger Wassertierchen stehen, die Kinder hören spannende „Tümpel-Geschichten“ und zeichnen viele Tiere, die rund um kleine Seen zu Hause sind.

Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318
3. Juni 2017 – 10.30 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

(Vor-)Lese-Spaß am Samstag

Ehrenamtliche Vorlese-Paten lesen Kindern ab 4 Jahren eine Überraschungs-Geschichte vor. Worum es geht, wird nicht verraten! Eintritt frei.

14. Juni 2017 – 8.30 Uhr und 11.00 Uhr
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

Nicole Bernard: Die kleine Seenadel – Jeder ist wichtig.

Wieder ist die kleine Seenadel auf der Suche nach neuen Abenteuern in der Meereswelt von Nord- und Ostsee. Der Autorin Nicole Bernard geht es in ihren beliebten Radio-Gute-Nacht-Geschichten, ihren Büchern und Lesungen für Grundschulkinder um das Thema Wertschätzung und um die besondere Kraft gesprochener und geschriebener Worte dafür.
Reihe Kinder & Bibliothek : Autoren lesen für Kinder, Kontakt: 0395 / 5551318 Veranstalter: Regionalbibliothek Neubrandenburg

23.06.2017 – 17.00 Uhr
Regionalmuseum / Franziskanerkloster

Öffentliche Verleihung des 26. Annalise-Wagner-Preises

Die Annalise-Wagner-Stiftung verleiht zum 26. Mal den Annalise-Wagner-Preis an einen Text aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz. Zur Preisverleihung sind Gäste herzlich willkommen! Im Rahmenprogramm lädt das Regionalmuseum um 15 Uhr und 16 Uhr zu Führungen durch die Sonderausstellung „Hochzeit im Kloster“ ein. Wer Annalise-Wagner-Preisträger/in sein wird, entscheidet die Jury im Mai. Aktuelle Informationen dazu gibt es unter www.annalise-wagner-stiftung.de.

Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter stiftung.bibl@neubrandenburg.de oder 0395 / 5551333. Veranstalter: Annalise-Wagner-Stiftung

Ausstellung:

11. April 2017 – 6. Mai 2017
Regionalbibliothek, Marktplatz 1

„Die 25 Schönsten“ : Die schönsten deutschen Bücher 2016

25. Juni, 16 Uhr, Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz: Die Annalise-Wagner-Stiftung lädt herzlich ein zur Verleihung des 25. Annalise-Wagner-Preises an Dr. Friederike Drinkuth!

Am 25. Juni 2016 um 16 Uhr heißt es im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz: Herzlich willkommen zur Verleihung des 25. Annalise-Wagner-Preises!

Von der Annalise-Wagner-Stiftung ausgezeichnet wird die Schweriner Kunsthistorikerin Dr. Friederike Drinkuth  für die historisch-biografische Skizze „Männlicher als ihr Gemahl: Herzogin Dorothea Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Gemahlin Adolf Friedrichs III. von Mecklenburg-Strelitz, Regentin und Stadtgründerin von Neustrelitz“.

Die Publikation erscheint im Thomas Helms Verlag und wird herausgegeben mit der Schlösserverwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern.

Dr. Friederike Drinkuth beleuchtet ein frühes Kapitel der Landesgeschichte von Mecklenburg-Strelitz und die Entstehungsgeschichte der barocken Residenzstadt Neustrelitz ganz neu und weist nach: Die in der Öffentlichkeit bisher kaum bekannte Herzogin Dorothea Sophie (1692-1765) war „die eigentliche Regentin des Landes und die Begründerin der Residenzstadt Neustrelitz“.

Mehr Informationen zum 25. Annalise-Wagner-Preis, zu Preisträgerin und Preisträgerbuch, finden Sie auf der Homepage der Annalise-Wagner-Stiftung  in der Rubrik „Preisträger“.

Die Laudatio für Dr. Friederike Drinkuth hält Architekturhistorikerin Prof. Dr.-Ing. Sabine Bock.

Besucher der Preisverleihung sind herzlich eingeladen, zu erkunden, wie lebendig das Vermächtnis der Heimatforscherin Annalise Wagner (1903-1986) als Stifterin des regionalen Literaturpreises, als Begründerin des Karbe-Wagner-Archivs sowie des neuen Museums der Stadt Neustrelitz heute ist.

Im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz  sind u. a. zu entdecken: die Dauerausstellung zur Geschichte des Landes Mecklenburg-Strelitz sowie die Sonderausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“ (10 – 18 Uhr), das Karbe-Wagner-Archiv (Archivführung: 15 Uhr), die Stadtbibliothek (10 – 14 Uhr) und nicht zuletzt: preisgekrönte Architektur (Architekturpreis des Bundes der Architekten Mecklenburg-Vorpommerns 2016, Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern 2016 ).

Die Preisverleihung ist eine öffentliche Veranstaltung – und die Annalise-Wagner-Stiftung freut sich auf Sie!

Für Gäste der Preisverleihung ist der Eintritt im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz frei.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine kurze Anmeldung gebeten (Telefon 0395 / 555-1333 oder Mail stiftung.bibl@neubrandenburg.de).

 

Annalise-Wagner-Preis 2016 geht an Dr. Friederike Drinkuth

Die Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg vergibt im Jahr 2016 zum 25. Mal den ersten neuen Kulturpreis, der nach 1990 im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen wurde. Der mit 2.500 Euro dotierte Annalise-Wagner-Preis ist ein Vermächtnis der Neustrelitzer Heimatforscherin Annalise Wagner (1903-1986). Er macht aufmerksam auf Texte, die für das „Gedächtnis der Region Mecklenburg-Strelitz von besonderem Wert sind“ (A. Wagner).

Der 25. Annalise-Wagner-Preis geht an Dr. Friederike Drinkuth für ihre historisch-biografische Skizze über Herzogin Dorothea Sophie von Mecklenburg-Strelitz (1692-1765), in der die Schweriner Kunsthistorikerin ein Kapitel aus der frühen Landesgeschichte von Mecklenburg-Strelitz und die Entstehungsgeschichte der barocken Residenzstadt Neustrelitz völlig neu beleuchtet.

„Männlicher als ihr Gemahl“ heißt der beziehungsreiche Titel des unmittelbar vor seiner Veröffentlichung im Thomas Helms Verlag Schwerin stehenden Buches, das herausgegeben wird mit der Schlösserverwaltung „Staatliche Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern“. Der Titel macht neugierig darauf, „dass sich hinter dem Namen Dorothea Sophie eine der denkwürdigsten Persönlichkeiten des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz verbirgt“. Dr. Friederike Drinkuth gelingt es erstmals, eine These zu beweisen, der bereits u. a. die Stifterin des Preises auf der Spur war: Die in der Öffentlichkeit bisher kaum bekannte Herzogin Dorothea Sophie war bei weitem nicht nur „Gemahlin Adolf Friedrichs III. von Mecklenburg-Strelitz (1686-1752)“, sondern „die eigentliche Regentin des Landes und die Begründerin der Residenzstadt Neustrelitz“.

Die Autorin weist auf der Grundlage neu erschlossener zeitgenössischer Archivalien und Quellen nach: „Hinter der Fassade ihres Mannes“ regierte über dreißig Jahre lang die Herzogin. Sie nutzte ihre Chancen zur Machtausübung als Frau „in vollstem Umfang“ und nahm „großen Einfluss auf die Geschichte des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz“. „Besonders die Bautätigkeit und das kulturelle Engagement der Herzogin haben das Herzogtum Mecklenburg-Strelitz entscheidend geprägt und Spuren hinterlassen, auf denen man noch heute wandeln kann.“ Auf die Herzogin zurück geht die „bedeutendste baupolitische Maßnahme, die in der gesamten 200-jährigen Geschichte des Herzogtums (1701-1918) geleistet wurde“: die Errichtung des machtpolitisch repräsentativen neuen Residenzschlosses mit Schlossgarten und die Gründung der neuen Residenzstadt Neustrelitz. Die Autorin hebt hervor: „Insbesondere die „Verlegung der Residenz und damit verbunden die Gründung einer neuen Residenzstadt durch eine Frau ist außergewöhnlich und ohne Entsprechung in der Geschichte der deutschen Territorien.“

Zum nuancenreichen Lebensbild dieser hochbarocken Frauenpersönlichkeit gehören auch ihre intensive Förderung der Musik, ein „Ausgangspunkt für eine neue musikalische Ära an den mecklenburgischen Fürstenhöfen“, die Geschichte ihrer Liebhaber, ihr „Hang zu höfischer Pracht“ und die hohe Verschuldung des Landes, nicht zuletzt durch die Repräsentationsbauten bis hin zur Errichtung des Schlosses in Fürstenberg als Witwensitz.

Die Publikation vermittelt einen neuen Ansatz für die weitere Erforschung und Vermittlung von Stadtgeschichte der Barockstadt Neustrelitz, Regionalgeschichte von Mecklenburg-Strelitz sowie mecklenburgischer Landes-, Kultur- und Baugeschichte – und der Autorin gelingt es, wissenschaftlich präzise und zugleich im besten Sinne populärwissenschaftlich und spannend davon zu erzählen.

(alle Zitate: Drinkuth, F.: Männlicher als ihr Gemahl, Helms, 2016)

Dr. Friederike Drinkuth, Foto: Frank Neumann

Dr. Friederike Drinkuth, Foto: Frank Neumann

Dr. Friederike Drinkuth ist als Kunsthistorikerin eine ausgewiesene Expertin für mecklenburgische Schlösser aus dem 18. Jahrhundert und leitet das Referat „Staatliche Schlösser und Gärten in Mecklenburg-Vorpommern“ im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern.

Zur öffentlichen Verleihung des 25. Annalise-Wagner-Preises lädt die Annalise-Wagner-Stiftung herzlich ein am 25. Juni 2016 um 16 Uhr im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz. 

Mehr Informationen zum Annalise-Wagner-Preis: www.annalise-wagner-stiftung.de.

Annalise-Wagner-Stiftung
Geschäftsstelle
c/o Stadt Neubrandenburg
Regionalbibliothek
Marktplatz 1
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395 555-1333
eMail: stiftung.bibl@neubrandenburg.de
www.annalise-wagner-stiftung.de