Genießen Sie bis 30. Juli die schönsten Seiten

Im Untergeschoss der Regionalbibliothek, am Informationsplatz links vorbei, wartet eine besonders schöne Ausstellung auf ihr Publikum: Die 25 schönsten Bücher aus dem Jahr 2020. Drei Jurys der Stiftung Buchkunst haben unter hunderten von Einsendungen für die Kategorien „Allgemeine Literatur“, „Wissenschaftliche Bücher, Schul- und Lehrbücher“, „Ratgeber, Sachbücher“, „Kunst- und Fotobücher, Ausstellungskataloge“ sowie „Kinder- und Jugendbücher“ die jeweils fünf prächtigsten Vertreter herausgepickt.

Allesamt sind noch bis zum 30. Juli zu bestaunen. Das Buch „Das Jahr 1990 freilegen“ – Träger des mit 10.000 Euro dotierten Preises der Stiftung Buchkunst – eröffnet die Schau . Eine Sammlung zahlreicher Fotos aus dem Jahr der Wende, begleitet von essayistischen Texten und Dokumenten, die – wie der Titel verspricht – dieses historische Jahr 1990 freilegt.

Einige der Schönheiten befinden sich im Bestand der Bibliothek und liegen zur Ausleihe bereit. Diese lohnt sich, denn nicht nur die Gestaltung, sondern auch der Inhalt kann sich sehen lassen. Kommen Sie also gerne vorbei bis die Wanderausstellung sich wieder auf den Weg zu ihrer nächsten Station macht.

Witt und Witthuhn lesen aus »Zwei Herzen an der Leine«

Der Förderverein der Regionalbibliothek lädt am 26. Juni 2021 um 19:30 Uhr zu einer Lesung voller Poesie, Pop und Politik ein. Silvio Witt und Friederike Witthuhn lesen und plaudern im Haus der Kultur und Bildung aus „Zwei Herzen an der Leine“. Ursprünglich war die Lesung bereits für den vergangenen Oktober geplant, musste pandemiebedingt aber verschoben werden. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.

Silvio Witt schreibt seit seinem 15. Lebensjahr Gedichte; 32 davon hat er in einem kleinen Buch zusammengefasst. „Für mich sind Gedichte wie kleine Momentaufnahmen oder wie geschriebene Fotografien. Ich kann mit ihnen eine Beobachtung, eine Stimmung oder ein Gefühl festhalten. Das Publikum wird also lachen und sinnieren können“, so der Oberbürgermeister zu seiner Motivation für diese Lesung, in der einige dieser kurzen Anekdoten vorgestellt werden. An seiner Seite ist dabei die Journalistin Friederike Witthuhn.

„Das ‚Witt‘ in unserem Nachnamen haben wir ja schon gemeinsam. Ich freue mich auf den Abend. Im Vorfeld habe ich Gedichte ausgesucht, die ich persönlich am spannendsten finde“, so Friederike Witthuhn. Anhand dieser Verse soll sich eine muntere Unterhaltung entwickeln, die Kunst und auch Politik humorvoll beleuchten.

Karten für die Veranstaltung sind am Ticketservice oder an der Touristeninformation erhältlich.

Annalise-Wagner-Preis geht an Prof. Dr. Mario Niemann

Die Annalise-Wagner-Stiftung vergibt zum 30. Mal den „Annalise-Wagner-Preis“ an einen Text mit Bezug zur historischen Region Mecklenburg-Strelitz. Der regionale Literaturpreis ist mit 2500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr unterstützt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Mitten in der dritten Welle der Corona-Pandemie diskutierte die Jury über 76 eingereichte Bewerbungen und Vorschläge.

Der 30. Annalise-Wagner-Preis geht an die agrar- und zeitgeschichtliche Studie „Beständiger Wandel: Landwirtschaft und ländliche Gesellschaft in Mecklenburg von 1900 bis 2000“ von Prof. Dr. Mario Niemann. Die – im doppelten Sinne gewichtige – Publikation erschien 2020 im Rostocker Hinstorff Verlag.

In der Begründung zur Vergabe des Preises heißt es unter anderem: „Als erste Gesamtdarstellung des ländlichen Lebens in Mecklenburg im 20. Jahrhundert ist dieses agrarhistorische Sachbuch ein Meilenstein in der Erforschung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des mecklenburgischen Landesteils des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern – und zugleich verspricht die erzählerische Textqualität jedem Interessierten einen „fesselnden Lesegenuss. Erstmals stehen die Territorien des historischen Mecklenburg-Schwerin und des historischen Mecklenburg-Strelitz gemeinsam im Fokus.

 

Dieses agrarhistorische Sachbuch ist ein „beeindruckender Beitrag zum kollektiven Gedächtnis der Region“ und gibt nachhaltig „Impulse für demokratische Erinnerungskultur und gesellschaftliche Kommunikation“, heißt es weiter in der Begründung.

Der renommierte Zeit- und Agrarhistoriker Prof. Dr. Mario Niemann engagierte sich für dieses publizistische „Herzens-Projekt“ mit einer Leidenschaft, die auf wissenschaftlicher Berufung fußt, weit darüber hinausgeht – und auch ganz persönliche Hintergründe hat. „Ich bin Mecklenburger und fühle mich dem ländlichen Mecklenburg sehr verbunden“, schreibt er im Vorwort der Publikation. Zu seinen Vorfahren gehören alteingesessene mecklenburgische Bauernfamilien, er absolvierte eine landwirtschaftliche Berufsausbildung, studierte an der Rostocker Universität Geschichte und leitet heute den Arbeitsbereich Moderne deutsche Agrargeschichte am Historischen Institut der Universität Rostock.

Der 30. Annalise-Wagner-Preis wird anlässlich des europaweiten „Tages der Stiftungen“ im Herbst an Prof. Dr. Mario Niemann verliehen. Die öffentliche Preisverleihung wird in der Neubrandenburger Hochschule stattfinden.

10. Mai – Erinnerung an die NS-Bücherverbrennungen

Das Team der Regionalbibliothek erinnert an die Bücherverbrennungen, die im Frühling 1933 stattfanden und einen großen Einschnitt in die Kulturgeschichte Deutschlands bedeuten. In über 102 Verbrennungsaktionen wurden tausende Titel von jüdischen, sozialistischen oder liberalen Autoren und Autorinnen verbrannt, darunter einige, die wir heute noch gut kennen: Erich Kästner, Bertolt Brecht, Anna Seghers und noch so viele mehr.

So haben unsere Mitarbeiterinnen auf den Gehweg vor der Bibliothek die Namen von Autoren aufgeschrieben, deren Werke vor 88 Jahren im Feuer vernichtet wurden. Dabei ist das nur ein Bruchteil von den Opfern. Die komplette Liste ist wesentlich länger, der Weg vor der Bibliothek würde gar nicht ausreichen. Diese Liste soll stellvertretend für alle diese Autoren und Autorinnen stehen und an ihre wichtige Arbeit erinnern.

 

 

Lesetipps zur Woche der Meinungsfreiheit

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Woche der Meinungsfreiheit ins Leben gerufen. Gestartet ist sie mit dem Tag der Pressefreiheit am 3. Mai, enden wird sie am 10. Mai, dem Tag zum Gedenken der verbrannten Bücher von 1933. Meinungsfreiheit ist ein allgegenwärtiges Thema, auch bei uns wird die Frage der Meinungsfreiheit immer drängender und es scheint an ihr immer mehr Zweifel zu geben. Gegen Zweifel können Bücher helfen, der Börsenverein hat eine Liste zahlreicher Lektüretipps herausgegeben. Fünf dieser Bücher stellen wir an dieser Stelle etwas genauer vor. Klicken Sie sich einfach über die Buchcover von Information zu Information. Alle Bücher gibt es in der Bibliothek.

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