Vorschläge und Bewerbungen für Annalise-Wagner-Preis 2019 gesucht! Einsendeschluss ist am 15. März.

Die Annalise-Wagner-Stiftung freut sich auf Vorschläge und Bewerbungen für den mit 2.500 Euro dotierten Annalise-Wagner-Preis 2019.

Ausgezeichnet wird ein Text, der sich inhaltlich auf die Region Mecklenburg-Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bezieht oder der von AutorInnen aus dieser Region verfasst wurde.

Dabei ist Sachliteratur genauso gefragt wie Belletristik oder Kinder- und Jugendliteratur. Willkommen sind Publikationen aus den letzten drei Jahren und neue Manuskripte.

Für junge Autorinnen und Autoren bis 27 Jahre gibt es zusätzlich eine Chance auf den Annalise-Wagner-Jugendpreis.

Ab sofort können Vorschläge und Eigenbewerbungen zusammen mit einem Exemplar des Textes eingereicht werden an: Annalise-Wagner-Stiftung, c/o Regionalbibliothek Neubrandenburg, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg. Einsendeschluss ist am 15. März 2019.

Der Annalise-Wagner-Preis ist ein Vermächtnis der Heimatforscherin Annalise Wagner (1903 – 1986) und war der erste neue Literaturpreis, der im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen wurde.

Mehr Informationen gibt es unter www.annalise-wagner-stiftung.de , per Telefon 0395  555-1333 oder eMail an stiftung.bibl@neubrandenburg.de.

Ausschreibung Annalise-Wagner-Preis 2019 (PDF, zum Download)

Buchpremiere! Gunnar Müller-Waldeck stellt vor: Die Torte in der Landschaft

Am 23. Januar 2019 um 18 Uhr laden Regionalbibliothek Neubrandenburg und Edition Pommern herzlich ein zur Buchpremiere des neuen Feuilleton-Bandes von Gunnar Müller-Waldeck „Die Torte in der Landschaft – unterhaltsame kulturgeschichtliche Streifzüge um Dichter, literarische Orte und Landschaften in Mecklenburg und Vorpommern“.

© Edition Pommern

Von Arkona bis Waren – in dieser unterhaltsamen Autorenlesung geht es auf überraschende Entdeckungsreisen zu Kultur- und Literatur-Geschichte(n) aus Mecklenburg und Vorpommern. Seine Streifzüge führen Gunnar Müller-Waldeck von der Ostseeküste bis in die Mecklenburger Seenplatte, in Städte wie Neubrandenburg, Neustrelitz, Demmin, Penzlin, Anklam, Stralsund, Wolgast oder Waren. Es geht um das „literarische Vineta“ oder „Till Eulenspiegel im Norden“, um „Theater in Mecklenburg in den DDR-Jahren“ – oder eben um die „Torte in der Landschaft“, das klassizistische Putbus. Die liebenswerten wie kenntnisreichen Feuilletons setzen besondere Akzente auf mecklenburgische und vorpommersche  Literaturgeschichte, erinnern u. a. an John Brinckman, Richard Wossidlo, Ricarda Huch oder Uwe Johnson. Prof. Dr. Gunnar Müller-Waldeck lehrte bis zu seiner Emeritierung als Literaturwissenschaftler an der Universität Greifswald und verfasste zahlreiche Veröffentlichungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts sowie zur literarischen Tradition des Ostseeraumes.

Die Veranstaltung findet im Studienraum Stadtarchiv / Regionalbibliothek statt (Eingang Darrenstraße). Karten (6,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro) gibt es bereits in der Regionalbibliothek, Reservierungen sind gern möglich unter 0395 555-1324 oder auskunft.bibl@neubrandenburg.de. Mehr Informationen: https://www.edition-pommern.com/torte

Lesetipp: Bücher von Ursula Poznanski

Hi, mein Name ist Luna und ich absolviere derzeit ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Regionalbibliothek Neubrandenburg. Ich möchte euch heute die Autorin Ursula Poznanski vorstellen, da sie auch eine meiner Lieblingsautoren ist.

Ursula Poznanski wurde 1986 in Wien geboren, wo sie auch heute noch lebt. Nach ihrem Abitur versuchte sie mehrere Studiengänge, aber brachte keinen zum Abschluss. Als sie die Hoffnung auf einen Abschluss aufgab, fing sie an als Journalistin im Bereich Medien zu arbeiten.

© Loewe-Verlag

Die Autorin fing an Kinderbücher zu schreiben als ihr Sohn geboren wurde. 2010 schrieb sie ihren ersten Jugendroman „Erebos“, der im gleichen Jahr mit dem Ulmer Unke Preis ausgezeichnet wurde. Im darauffolgenden Jahr gewann das Buch den deutschen Jugendliteraturpreis der Jugendjury. Danach brachte Ursula Poznanski jedes Jahr ein Buch heraus. Im Bereich der Jugendliteratur schrieb sie von 2012 bis 2014 eine Trilogie bestehend aus „Die Verratenen“ ,„Die Verschworenen“ und „Die Vernichteten“. 2015 erschien ein weiterer Jugendthriller von ihr, „Layers“. Im Jahre 2016 und 2017 schrieb sie die Bücher „Elanus“ und „Aquila„, die beide in die Spiegel Bestsellerliste kamen. Auch dieses Jahr wurde vom Loewe-Verlag ein Jugendbuch herausgebracht, „Thalamus“. In der Erwachsenenliteratur schreibt Poznanski ebenfalls Thriller und Krimis, oft in Zusammenarbeit mit Arno Strobel. wie z. B. „Fremd“, „Anonym“ oder „Invisible“, der 2018 erschien. Auch für die Kinder schreibt die Autorin Bücher, wie „Zahlenkosmos und Buchstabendschungel“. Auch für 2019 ist bereits ein Thriller geplant. „Vanitas-schwarz wie Erde“ erscheint am 1. Februar.

Ich habe die Autorin gewählt, weil ich bewundernswert finde, dass sie für alle Altersgruppen Bücher schreibt und weil ihre Thriller spannend und gut zu lesen sind.

Annette Leo stellt vor: „Das Kind auf der Liste“

Berührend, tragisch, unvergesslich: Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie.

© Aufbau Verlag

Dr. Annette Leo stellt am 14.11.2018 um 18 Uhr in der Regionalbibliothek (Studienraum Eingang Darrenstraße) ihre historische Spurensuche „Das Kind auf der Liste“ vor. Als Gast dabei ist Puppenspieler Peter Waschinsky. Das Neubrandenburger Projekt „zeitlupe : Stadt.Geschichte & Erinnerung“ (RAA Mecklenburg-Vorpommern) und Regionalbibliothek laden herzlich ein!

Willy Blum war sechzehn Jahre alt, als er ermordet wurde. 200 Namen von Kindern und Jugendlichen standen im Herbst 1944 auf der Liste für den Transport vom KZ Buchenwald nach Auschwitz-Birkenau. Der Name Willy Blum stand neben dem durchgestrichenen Namen Jerzy Zweigs, der als „Buchenwaldkind“ im Roman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz weltberühmt wurde.

Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Annette Leo erinnert an den Jungen, an seine Eltern und seine neun Geschwister. Sie gehörten zu den Sinti-Familien, die seit Generationen mit Wandermarionettentheatern durch Deutschland zogen. Ihre Familiengeschichten erzählen von dieser schon fast vergessenen Kultur-Tradition – und von Vorurteilen, Diskriminierung, Ausgrenzung sowie vom mörderischen Rassismus des Nationalsozialismus. Und sie erzählen auch vom Verschweigen einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die der Sinti und Roma.

© privat

Historikerin und Publizistin Dr. Annette Leo gibt mit ihren Forschungen und Publikationen wichtige Denkanstöße zur demokratischen Erinnerungskultur und regte mit ihrer Erwin-Strittmatter-Biografie eine breite Diskussion an. Ihre Spurensuche „Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück“ wurde mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Puppenspieler Peter Waschinsky wird Elemente des traditionellen Wandermarionettentheaters demonstrieren und eine Szene aus Willy Blums Leben spielen. Als Mitbegründer des Neubrandenburger Puppentheaters inspirierte er in den 1980er Jahren die Erneuerung des DDR-Puppentheaters und ist heute „einer der markantesten Vertreter des zeitgenössischen Puppenspiels“ (fidena.de).

Das Autorengespräch moderiert Dr. Constanze Jaiser, Leiterin des RAA-Projekts zeitlupe : Stadt.Geschichte & Erinnerung“.

Die Veranstaltung findet im Studienraum/Stadtarchiv (Eingang Darrenstraße) statt. Eintrittskarten gibt es in der Regionalbibliothek (5,00 Euro/ermäßigt 3,00 Euro), Reservierung ist gern möglich unter 0395  555-1324 oder stiftung.bibl@neubrandenburg.de)