21.03.2019 bis 27.04.2019 : Ausstellung „Zeichen setzen: Graffitis für Menschenrechte“

Am 21. März um 16 Uhr wird es in der Regionalbibliothek bunt und kreativ: Am Internationalen Tag gegen Rassismus eröffnen junge Neubrandenburger ihre Ausstellung „Zeichen setzen: Graffitis für Menschenrechte“. Bis zum 27. April sind 12 großformatige Graffiti-Tafeln zu sehen, die im Projekt „Zeitlupe Stadt.Geschichte & Erinnerung“ entstanden sind. Einfach dabei sein, der Eintritt ist frei!

Die Graffitis entstanden in einem kreativen Erinnerungs- und Menschenrechts-Projekt von zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung der RAA Mecklenburg-Vorpommern, das die Regionalbibliothek begleitet und unterstützt. Junge Neubrandenburger, darunter viele Mitglieder der „Schule – ohne-Rassismus“-Gruppe des Neubrandenburger Lessing-Gymnasiums , setzten sich intensiv auseinander mit dem Menschenrechte-Thema „Zwangsarbeit damals und heute“. Dabei ging es um Zwangsarbeit, während der NS-Diktatur – am Beispiel der Stadt Neubrandenburg – und um Arbeit in Zwangs- und Gewaltverhältnissen in der Gegenwart. Den Abschluss bildete am Holocaust-Gedenktag 2019 der Workshop „Graffiti-Kunst und Menschenrechte“ mit Roger Howart, international bekannt als Graffitikünstler KobeEins.

Dr. Constanze Jaiser, Projekt Zeitlupe, fasst zusammen: „Ob Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, unmenschliche Bedingungen in der Bekleidungsindustrie, brutal erzwungene Sexarbeit oder eben das Erinnern an die unmenschlich behandelten KZ-Häftlinge – die Jugendlichen fanden zum Nachdenken anregende Antworten mit der Spraydose: ihr Beitrag für eine lebendiges Aushandeln von Erinnerung und Engagement für die Menschenrechte. Ein Gedenken an die Opfer fand in ihre emphatischen Ausdrucksformen Eingang, aber auch ein (selbst)kritisches Nachdenken, wer eigentlich von Strukturen der Zwangsarbeit profitiert, wollen die jungen Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken den Betrachterinnen und Betrachtern näher bringen.“

Die Graffiti-Tafeln sind in der Regionalbibliothek erstmals öffentlich zu sehen und gehen anschließend – zusammen mit Medientipps der Regionalbibliothek – als Wanderausstellung an Schulen und Jugendeinrichtungen. Das Ausleihen ist kostenfrei. (Kontakt: Bianka Bülow (+49) 3991 – 66 96 0, bianka.buelow@raa-mv.de).

13. März 19 Uhr Regionalbibliothek: Flaschenpostgeschichten & Buntland: Oliver Lück erzählt Geschichten über Menschen, die Geschichten zu erzählen haben

Das Projekt Zeitlupe der RAA MV und die Regionalbibliothek laden herzlich ein zur nächsten Veranstaltung in der Reihe „zeitlupe: Zeit & Geschichte(n)“.

Am 13. März um 19 „Uhr ist in der Regional-bibliothek Journalist, Autor und Fotograf
Oliver Lück  zu Gast
mit wahren
Flaschenpostgeschichten, druckfrischen Reportagen aus „Buntland“
und eindrucksvollen Fotos.

„Lakonisch und poetisch zugleich“ (Süddeutsche Zeitung) erzählt er
mit Texten und Bildern „Geschichten über Menschen,
die Geschichte(n)
zu erzählen haben“.

 

 

 

In seinen „Flaschenpostgeschichten“ begegnet Oliver Lück unter anderem einem schwedischen Fischer, der auf einer entlegenen Insel lebt und dort mehr als 100 Flaschen mit Post entdeckt hat. Auf Rügen besucht er einen Mann, der fast jedes Wochenende Flaschenpost verschickt und schon 30 Antworten aus sieben Ländern bekommen hat. Und auf Bornholm zeigt ihm ein alter Leuchtturmwärter 200 Briefe, die er seit 1971 am Strand gesammelt hat – die meisten aus DDR-Zeiten. Man taucht ein in ein Meer voller Lebens- und Zeit-Geschichten, geht auf Zeitreisen und erfährt, wie die Ostsee auf ganz ungewöhnliche Weise Menschen verbindet.

In „Buntland“ gibt es ein Land zu entdecken, „das jeder kennt und das doch fast jedem unbekannt ist“ (O. Lück) : Oliver Lück portraitiert 16 Menschen aus 16 deutschen Bundesländern, die unkonventionell leben und optimistisch denken. Spannend und warmherzig erzählt er überraschende Lebensgeschichten: Ein Obdachloser aus Wuppertal fährt mit seinem Fahrrad quer durch Europa und lebt davon, dass er Kuscheltiere tauscht. Eine ehemalige Lehrerin aus Sachsen-Anhalt lernte spät Englisch, schreibt heute Romane und hat tausende Fans weltweit. Eine Schweriner Putzfrau erfindet einen Ökoreiniger und besitzt ein Patent.  Diese „Reise von Mensch zu Mensch“ erzählt berührende deutsche Zeitgeschichte(n).

Für die Autorenlesung von Oliver Lück gibt es Karten (6 Euro, ermäßigt 3 Euro) in der Regionalbibliothek, Kartenreservierung ist gern möglich per Telefon 0395 / 5551324 oder  eMail auskunft.bibl@neubrandenburg.de.

Mehr Informationen: www.lueckundlocke.de , www.zeitlupe-nb.de, www.bibliothek-nb.de

05. 02. 2019 Marvin Wils stellt seinen Fantasy-Roman „Das Cursor-Vermächtnis“ vor

© Marvin Wils

Ein „phantastisches“ Winterferien-Lese-Special

gibt es am 5. Februar um 17 Uhr in der Neubrandenburger Regionalbibliothek:

Dabei wird es spannend für alle Fantasy-Fans
sowie für einen jungen Autor aus Neustrelitz:

Marvin Wils,
Schüler am Gymnasium Carolinum,

liest zum ersten Mal aus seinem Fantasy-Roman
„Das Cursor-Vermächtnis“.

Das dicke Manuskript wurde mit dem Annalise-Wagner-Jugendpreis 2018 ausgezeichnet. Neugierig macht die Jugendpreis-Laudatio von Dr. Gundula Engelhard, Mecklenburgische Literaturgesellschaft, die kurz verrät, worum es geht: „So um 2059 droht im Machtkampf zweier Gottheiten erneut die Auslöschung der Menschheit. Der anfangs 15jährige Lok Cursor wird aus seinem Schüleralltag in eine geheime Gemeinschaft katapultiert. Die Guardix versuchen unerkannt Frieden unter den Menschen zu stiften und die dunklen Mächte im Zaum zu halten. Als Held wider Willen reiht sich Lok in die Rettungsmission ein, er lernt mit und ohne Magie zu kämpfen und muss sich in turbulenten, lebensgefährlichen Situationen beweisen. … Mit den unzähligen phantastischen Welten auf dem Buchmarkt kann das Manuskript von Marvin Wils sich durchaus messen lassen: genrespezifische Charakteristika beherrscht der 18jährige Autor souverän.“

Aus den „unzähligen phantastischen Welten auf dem Buchmarkt“ hält die Regionalbibliothek natürlich viele interessante Neuerscheinungen zum Stöbern und Schmökern bereit. Und wer möchte, kann sich beim Bücherausleihen mit einem „Fantasy-Blind Date“ überraschen lassen.

Die Regionalbibliothek lädt herzlich ein! Karten (3,00 Euro) gibt es einfach am 5. 2. oder schon im Vorverkauf, Reservierungen sind gern möglich unter 0395 / 5551324 oder auskunft.bibl@neubrandenburg.de.

Mehr Informationen: www.bibliothek-nb.de , www.annalise-wagner-stiftung.de

 

Vorschläge und Bewerbungen für Annalise-Wagner-Preis 2019 gesucht! Einsendeschluss ist am 15. März.

Die Annalise-Wagner-Stiftung freut sich auf Vorschläge und Bewerbungen für den mit 2.500 Euro dotierten Annalise-Wagner-Preis 2019.

Ausgezeichnet wird ein Text, der sich inhaltlich auf die Region Mecklenburg-Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bezieht oder der von AutorInnen aus dieser Region verfasst wurde.

Dabei ist Sachliteratur genauso gefragt wie Belletristik oder Kinder- und Jugendliteratur. Willkommen sind Publikationen aus den letzten drei Jahren und neue Manuskripte.

Für junge Autorinnen und Autoren bis 27 Jahre gibt es zusätzlich eine Chance auf den Annalise-Wagner-Jugendpreis.

Ab sofort können Vorschläge und Eigenbewerbungen zusammen mit einem Exemplar des Textes eingereicht werden an: Annalise-Wagner-Stiftung, c/o Regionalbibliothek Neubrandenburg, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg. Einsendeschluss ist am 15. März 2019.

Der Annalise-Wagner-Preis ist ein Vermächtnis der Heimatforscherin Annalise Wagner (1903 – 1986) und war der erste neue Literaturpreis, der im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen wurde.

Mehr Informationen gibt es unter www.annalise-wagner-stiftung.de , per Telefon 0395  555-1333 oder eMail an stiftung.bibl@neubrandenburg.de.

Ausschreibung Annalise-Wagner-Preis 2019 (PDF, zum Download)

Buchpremiere! Gunnar Müller-Waldeck stellt vor: Die Torte in der Landschaft

Am 23. Januar 2019 um 18 Uhr laden Regionalbibliothek Neubrandenburg und Edition Pommern herzlich ein zur Buchpremiere des neuen Feuilleton-Bandes von Gunnar Müller-Waldeck „Die Torte in der Landschaft – unterhaltsame kulturgeschichtliche Streifzüge um Dichter, literarische Orte und Landschaften in Mecklenburg und Vorpommern“.

© Edition Pommern

Von Arkona bis Waren – in dieser unterhaltsamen Autorenlesung geht es auf überraschende Entdeckungsreisen zu Kultur- und Literatur-Geschichte(n) aus Mecklenburg und Vorpommern. Seine Streifzüge führen Gunnar Müller-Waldeck von der Ostseeküste bis in die Mecklenburger Seenplatte, in Städte wie Neubrandenburg, Neustrelitz, Demmin, Penzlin, Anklam, Stralsund, Wolgast oder Waren. Es geht um das „literarische Vineta“ oder „Till Eulenspiegel im Norden“, um „Theater in Mecklenburg in den DDR-Jahren“ – oder eben um die „Torte in der Landschaft“, das klassizistische Putbus. Die liebenswerten wie kenntnisreichen Feuilletons setzen besondere Akzente auf mecklenburgische und vorpommersche  Literaturgeschichte, erinnern u. a. an John Brinckman, Richard Wossidlo, Ricarda Huch oder Uwe Johnson. Prof. Dr. Gunnar Müller-Waldeck lehrte bis zu seiner Emeritierung als Literaturwissenschaftler an der Universität Greifswald und verfasste zahlreiche Veröffentlichungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts sowie zur literarischen Tradition des Ostseeraumes.

Die Veranstaltung findet im Studienraum Stadtarchiv / Regionalbibliothek statt (Eingang Darrenstraße). Karten (6,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro) gibt es bereits in der Regionalbibliothek, Reservierungen sind gern möglich unter 0395 555-1324 oder auskunft.bibl@neubrandenburg.de. Mehr Informationen: https://www.edition-pommern.com/torte