Archiv der Kategorie: Allgemein

17.09.2019 , 17 Uhr: BiboKino: Klappe gegen Rassismus

Am 17.09. um 17.00 Uhr lädt der Förderverein der Regionalbibliothek wieder herzlich ein ins „BiboKino“:
Eine Stunde lang gibt es Kurzfilme von jungen Leuten aus Mecklenburg-Vorpommern. Zu sehen sind Realfilme, Animationsfilme, Slow-Motion-Filme und Musikvideos, wie beispielsweise „Friday Friends“, „Talking Things“ oder „Eine Tüte Popcorn“.

Es sind kreative und überraschende Preisträgerfilme des Filmideenwettbewerbs „Klappe gegen Rassismus“ (RAA MV) . Es geht um Denkanstöße rund um Zivilcourage und Demokratie, Vielfalt, Menschenwürde und Menschenrechte. Begleitet wurden die jugendlichen FilmemacherInnen von den Medienwerkstätten aus Mecklenburg Vorpommern.

Anja Schmidt, Projektleiterin der RAAbatz Medienwerkstatt (RAA MV)  ist vor Ort und freut sich auf Fragen und Ideen.

Neugierig? Einfach vorbeikommen, der Eintritt ist frei!

Mehr Informationen:
https://www.raa-mv.de/de/content/raabatz-medienwerkstatt-mecklenburgische-seenplatte
http://www.klappe-gegen-rassismus.de/

 

 

10.09.2019, 17 Uhr, Regionalbibliothek: „Unbekannter Ort Waldbaulager“ : Werkstatt-Gespräch zur Zukunft der Erinnerung an ein Außenlager des KZ Ravensbrück in Neubrandenburg

Am 10. September 2019 um 17 Uhr gibt es in der Neubrandenburger Regionalbibliothek (Marktplatz 1) eine außergewöhnliche „Ideen-Werkstatt“: Es geht um die „Zukunft der Erinnerung“ an die Außenlager des KZ Ravensbrück in Neubrandenburg. Im Fokus steht das „Waldbaulager“ – ein bislang nicht öffentlich zugänglicher historischer Ort im Nemerower Holz.

Das Neubrandenburger KZ-Außenlager in der Ihlenfelder Straße und dessen unterirdisch angelegte Zweigstelle „Waldbau“ bildeten das größte Außenlager des KZ Ravensbrück. Von 1943 bis 1945 mussten etwa 7.000 Häftlings-Frauen unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie in Neubrandenburg leisten.

Für die Einbindung des „unbekannten Ortes Waldbaulager“ in das Netz der Erinnerungs- und Gedenkorte der Stadt, des Landkreises und des Bundeslandes entwickelt momentan ein Projektteam der RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V. eine spannende Vision.

Zum ersten öffentlichen „Werkstatt-Gespräch“ ist jede/r Interessierte herzlich willkommen! Vorkenntnisse sind nicht nötig. Die Historikerinnen freuen sich einfach darauf, vom „Stand der Dinge“ zu erzählen, kreative Ideen für die Gestaltung eines zeitgemäßen öffentlichen Erinnerungsortes zu diskutieren und gemeinsam nachzudenken über Potentiale für historische, politische oder menschenrechtliche Bildung. Eintritt frei!

Mehr Informationen zum Werkstatt-Gespräch:
www.raa-mv.de, www.zeitlupe-nb.de, constanze.jaiser@raa-mv.de

18. Juni 2019, 17 Uhr : Förderverein startet mit BiboKino

Den Film „Älter werden in Neubrandenburg“ präsentiert am 18. Juni um 17 Uhr der Förderverein der Regionalbibliothek in Kooperation mit der Seniorenvideogruppe “Rastlos” und startet damit eine neue Veranstaltungsreihe. Das erste dokumentarische Werk drehten die Hobbyfilmer 1999, damals unter dem Motto “Gemeinsam nicht einsam”. Über die Premiere am 28. Mai 1999 im Kino Latücht berichtete der Nordkurier unter der Überschrift “Ein Film, der nicht verstauben sollte”. Und das ist er keineswegs. Selbst nach 20 Jahren ist das, was der Film zeigt, noch höchst aktuell.

Der Film läuft im Veranstaltungsbereich im Untergeschoss der Regionalbibliothek. Er dauert 45 Minuten, wurde auf VHS-Kassette gedreht und liegt inzwischen in digitalisierter Form vor.

Wer sich darüber hinaus für diese Thematik interessiert, hat noch bis zum 29. Juni Gelegenheit, sich die aktuelle Ausstellung „Junge sehen Alte“ anzuschauen. Unter Anleitung von Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops setzten sich Studierende des Fachbereichs Gesundheit, Pflege, Management an der Hochschule Neubrandenburg anhand biografischer Interviews mit der Soziologie des Alterns auseinander. Zu ihrer Aufgabe gehörte es, die Individualität des Einzelnen zu würdigen und wissenschaftliche Erkenntnisse daran zu überprüfen.

 

Deutscher Jugendliteraturpreis – Teil 3

Preis der Jugendjury

Nominiert in der Kategorie Jugendjury sind:

,,Wenn Worte meine Waffe wären“ von Kristina Aamand

,,Wenn Worte meine Waffe wären“ von Kristina Aamand

Sheherazade, kurz She, ist als kleines Mädchen mit ihren Eltern nach Dänemark geflüchtet. Jetzt ,einige Jahre später, geht She außerhalb ihres muslimisch geprägten Stadtteils zur Schule und ist dort die einzige Muslima. Ihre Mutter hat große Pläne für sie. She soll mal Ärztin werden, heiraten und ihr viele Enkelkinder schenken. She möchte ihr Leben jedoch nicht voraus geplant haben und will lieber ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie versucht einen Ausgleich zwischen ihrer modernen, westlichen Schule und ihrem Stadtteil, in dem fast nur Muslime leben, zu finden. Dies schafft sie auch teilweise, indem sie ihre Gefühle und das was sie bewegt in Zines (Bild-Text-Collagen) zu Papier bringt. Ihre Familiensituation belastet sie. Ihr Vater wurde ins Krankenhaus eingeliefert, da er sich immer noch nicht von Geschehnissen in ihrer früheren Heimat erholt hat. Er war damals Journalist, die Familie hat ein freies, gutes Leben geführt bis seine Texte angefeindet wurden und er für drei schreckliche Jahre ins Gefängnis musste. Zudem achtet Ihre Mutter sehr auf das äußere Bild der Familie und setzt damit She unter Druck. Außerdem flüchtet sich ihre Mutter immer mehr in ihre Religion. Als She ihren Vater im Krankenhaus besucht, trifft sie Thea. Die beiden kommen sich näher und She verliebt sich in sie. She muss bald ihre eigenen Worte finden, um selbst ihr Leben eigenständig bestimmen zu können.

„Leben in Neubrandenburg : Junge sehen Alte“

„Leben in Neubrandenburg : Junge sehen Alte“

Ausstellung in der Regionalbibliothek vom 01. bis 29. Juni 2019,
Ausstellungseröffnung am 04. Juni 2019 um 17 Uhr mit Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops (Hochschule Neubrandenburg) und Pastorin Katharina Seuffert (St. Martins-Gemeinde)

Im Projekt “Leben in Neubrandenburg : Junge sehen Alte”, hörten Studierende der Hochschule Neubrandenburg älteren Menschen aus der Ihlenfelder Vorstadt und aus der St. Michaelsgemeinde zu. Unter Anleitung von Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops setzten sich die Studierenden aus verschiedenen Studiengängen des Fachbereichs Gesundheit, Pflege, Management an der Hochschule Neubrandenburg anhand biografischer Interviews mit der Soziologie des Alterns auseinander. Zu ihrer Aufgabe gehörte es, die Individualität des Einzelnen zu würdigen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum „Alt werden und Alt-Sein“ daran zu überprüfen.

Die sehr persönlichen Einblicke in Lebensläufe und Lebenswelten regten spannende Gespräche und berührende Freundschaften zwischen den Generationen an und vermittelten den jungen Leuten die Erfahrung: Jeder Mensch ist einzigartig und hat eine einzigartige Geschichte. Es entstanden höchst kreative Darstellungen zum Thema, die in der Ausstellung „Junge sehen Alte“ vom 1. bis 29. Juni 2019 in der Regionalbibliothek zu sehen sind.

Am Dienstag, dem 4. Juni 2019 um 17.00 Uhr wird die Ausstellung „Junge sehen Alte“ in der Regionalbibliothek eröffnet. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen zum Ausstellungsrundgang mit Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops und Pastorin Katharina Seuffert sowie zum Gedankenaustausch mit Initiatoren und Teilnehmern des Projekts. Das erste „BiboCafe“ des Fördervereins der Regionalbibliothek bildet dafür einen passenden Rahmen, denn diese lockere neue Veranstaltungsreihe möchte Gespräche mit überraschenden Themen und Gesprächspartnern aus Stadt und Region anregen. Der Eintritt ist frei.

„In Afrika sagt man, wenn ein alter Mensch stirbt, verschwindet eine Bibliothek. Das erinnert uns an die lebenswichtige Rolle, die ältere Menschen als Bindeglied zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft spielen, als wahre Lebensader der Gesellschaft. Ohne das Wissen und die Weisheit der Alten würden die Jungen niemals wissen, woher sie kommen oder wohin sie gehören. Doch um eine gemeinsame Sprache mit den Jungen zu haben, muss man ihnen die Chance geben, ihr Leben lang weiter zu lernen.“ (Kofi A. Annan, damals UNO-Generalsekretär, 2002 Madrid)

Mehr Informationen:

Quartiersmanagement Neubrandenburg, Projekte des Verfügungsfonds im Rahmen des Programms “Die Soziale Stadt” http://quartiersmanagement-neubrandenburg.de/projektarchiv/

Hochschule Neubrandenburg, Fachbereich Gesundheit-Pflege-Management  https://www.hs-nb.de/fachbereich-gesundheit-pflege-management/

Evangelische Kirche Neubrandenburg, St. Michaelsgemeinde http://www.kirche-neubrandenburg.de/St-Michael.923.0.html

Förderverein der Regionalbibliothek, Regionalbibliothek Neubrandenburg www.bibliothek-nb.de