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Lese- und Hörtipps, Buchempfehlungen usw.

Karikaturen-Sommerspaß & Karl Marx, Finissage mit Prof. Dr. Rolf Hecker am 26. August um 17 Uhr

In der Regionalbibliothek Neubrandenburg sind bis Ende August humorvolle Karl-Marx-Karikaturen zu sehen. 

Grundlage der kleinen Ausstellung ist der Band „Grüß Gott! Da bin ich wieder. Karl Marx in der Karikatur“, der zum 200. Geburtstag des Philosophen in zweiter Auflage im Eulenspiegel Verlag Berlin erschien. Er vereint circa 600 Marx-Karikaturen aus aller Welt, die vom 19. Jahrhundert bis heute entstanden.

In der Regionalbibliothek öffnen rund 50 Motive humorvolle, spöttische, sarkastische oder ironische Blickwinkel auf Leben, Werk und Wirkung. Da spiegeln sich Ablehnung und Befürwortung, Distanz und Zustimmung, kämpferische und bekennerische Haltungen, ironisches Befragen – kurz: 150 Jahre Wirkungsgeschichte.

Ein historisch-philosophischer Sommer-Spaß mit Augenzwinkern in der Reihe „Zeitlupe : Zeit & Geschichte(n)“ von Regionalbibliothek und Projekt zeitlupe der RAA Mecklenburg-Vorpommern!

 Als „Finissage“ gibt es am 26. August um 17 Uhr einen Ausstellungsrundgang mit Mitherausgeber Prof. Dr. Rolf Hecker vom Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V.

 

Erzählen mit Kamishibai

Kamishibai kommt aus dem Japanischen und heißt übersetzt Erzähltheater. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren in Japan Süßigkeiten-Verkäufer auf Fahrrädern von Dorf zu Dorf unterwegs. Auf dem Gepäckträger befanden sich neben den zu verkaufenden Süßigkeiten ein Holzrahmen und Bildkarten mit einem Märchen oder einer Geschichte zum Einschieben. Das Erzähltheater wurde aufgestellt und die Geschichte an Hand der Bilder erzählt. Viele Kinder kamen extra deswegen und lauschten der Vorführung. Nebenbei verkaufte der Vertreter natürlich so Allerhand aus seinem Vorrat.

Den Kamishibai-Bilderrahmen gibt es in Deutschland seit ungefähr 20 Jahren. Zum Erzählen nahm man große Fotos oder malte sich selbst eine Geschichte. Inzwischen haben verschiedene

www.kreashibai.de

Verlage den Wert dieses bildgestützten Erzählens erkannt und viele Bilderbuch-, Märchen-, aber auch Klanggeschichten auf A3-Karten aufgelegt.

Von diesen hat die Kinderbibliothek inzwischen einen großen Fundus von rund 70 Stück. Zwei Kamishibai-Rahmen stehen auch zur Ausleihe bereit. Die Leihfristen für Bilderbuchfolgen und Kamishibai-Rahmen betragen je vier Wochen.

Bilderbücher, Märchen, Sach- und Klanggeschichten können so auf andere Art und Weise den Kindern – vor allem in einer größeren Gruppe – näher gebracht und vermittelt werden.

Ideal für Vorleser, Erzieher, Lehrer und Interessierte, die vielleicht auch eine Kinder-Geburtstagsparty einmal anders gestalten wollen, geeignet.

Zum Abschluss ein paar ausgewählte Beispiele der in der Bibliothek bereit liegenden Bilderfolgen:

© Herder Verlag

© Beltz Verlag

© Don Bosco Verlag

Um mit dem Erzähltheater noch besser zu arbeiten, gibt es dazu in der Bibliothek weiterführende Literatur und einen Film:

Deutscher Jugendliteraturpreis 2019 – Teil 2

Nominierungen in der Kategorie „Jugendbuch“

Seit 1956 wird von der Kritikerjury des deutschen Jugendliteraturpreises das beste Jugendbuch gekürt. Das Ziel dieser Preisverleihung ist das Interesse an der Kinder- und Jugendliteratur zu fördern, eine Orientierungshilfe auf dem unübersichtlichen Literaturmarkt darzustellen und die Persönlichkeit der Kinder und Teenager zu stärken. Diese sechs Bücher wurden im Bereich Jugendbuch nominiert:

,,Eine Insel zwischen Himmel und Meer“ von Lauren Wolk

Crow ist erst wenige Stunden alt, als sie eines Morgens auf der kleinen Insel strandet, auf der Osh lebt.

,,Eine Insel zwischen Himmel und Meer“ von Lauren Wolk

Er nimmt sie als seine Tochter auf und lehrt Crow das einfache Leben an der rauen See. Sie leben sehr abgeschieden. Nur Miss Magie von einer Nachbarinsel kümmert sich noch um Crow. Sie bringt ihr den Unterrichtsstoff bei, denn Crow geht nicht zur Schule. Die Menschen meiden Crow und behandeln sie wie eine Aussätzige. Es hält sich nämlich das Gerücht, dass Crow von Penikese stammt. Eine Insel, die früher eine Lebrakolonie war und Crows Mitmenschen haben Angst sich anzustecken. Als eines Tages ein Feuer auf Penikese ausbricht, erweckt es Crows Neugier und sie fängt an nach ihren Wurzeln zu suchen. Ihr steht eine abenteuerliche Reise bevor. Crows Geschichte spielt in den 1920er.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2019 – Teil 1

Am 21. März wurden die vierundzwanzig Nominierungen für den deutschen Jugendliteraturpreis 2019 auf der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben. Darunter sind sechs Bücher, die um den Titel des besten Kinderbuchs konkurrieren.

Die Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein.

Sie handeln von

  • einen listigen Fuchs, der sich seinen Lebensunterhalt mit Detektivarbeit verdient („Jacky Marrone jagt die Goldpfote“ von Franziska Biermann)
  • zwei beste Freunde in einer Großstadt, deren Leben durch eine nicht ganz normale Hausaufgabe eine interessante Wendung nimmt („Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“ von Silke Lambeck)
  • Mira, die mit Verliebtheit und anderen Problemen zu kämpfen hat („Mira – # freunde, #verliebt, # einjahrmeineslebens“  von Sabine Lemir)
  • den Abenteuern eines jungen Kaninchens („Podkin Einohr – der magische Dolch“ von Kieran Larwood)
  • einen Jungen namens Virgil, der in einer gefährlichen Lage steckt („Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly)
  •  der unerschütterlichen Liebe eines Mädchens zu ihrem Hund („Für immer Alaska“ von Anna Woltz)

 ,,Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly

Vier Kinder, die durch das Schicksal des Universums aufeinandertreffen. Virgil ist ein sehr schüchterner und in sich gekehrter elfjähriger Junge, der mit seiner Oma, seinen beiden Brüdern und seinen Eltern zusammenlebt.

,,Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly

Er hat keine enge Beziehung zu seinen Brüdern, mit denen sein Vater lieber Zeit verbringt als mit ihm.  Zudem wird er auch noch von dem Fiesling Chet gehänselt, sodass Virgil und sein Meerschweinchen Gulliver eines Tages in einem alten Brunnen landen. Virgil fand schon immer die taube Valencia sympatisch, traute sich jedoch nie sie anzusprechen. Valencia hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Sie ist schrecklich einsam und hat schlimme Albträume, welche sie jedoch nachhern zu Kaori führen. Kaori hat hellseherische Fähigkeiten, von diesen ist sie zumindest überzeugt. Durch eine Visitenkarte nimmt Valencia mit Kaori und ihrer kleinen Schwester Gen Kontakt auf, sie hofft, dass Kaori ihr möglicherweise bei ihren Problemen helfen kann. Auch Virgil steht in Kontakt mit Kaori, die er um Rat wegen seiner Schüchternheit gegenüber Valencia fragt. Als die Mädchen bemerken, dass Virgil verschwunden ist, startet eine außergewöhnliche Suchaktion.

13. März 19 Uhr Regionalbibliothek: Flaschenpostgeschichten & Buntland: Oliver Lück erzählt Geschichten über Menschen, die Geschichten zu erzählen haben

Das Projekt Zeitlupe der RAA MV und die Regionalbibliothek laden herzlich ein zur nächsten Veranstaltung in der Reihe „zeitlupe: Zeit & Geschichte(n)“.

Am 13. März um 19 „Uhr ist in der Regional-bibliothek Journalist, Autor und Fotograf
Oliver Lück  zu Gast
mit wahren
Flaschenpostgeschichten, druckfrischen Reportagen aus „Buntland“
und eindrucksvollen Fotos.

„Lakonisch und poetisch zugleich“ (Süddeutsche Zeitung) erzählt er
mit Texten und Bildern „Geschichten über Menschen,
die Geschichte(n)
zu erzählen haben“.

 

 

 

In seinen „Flaschenpostgeschichten“ begegnet Oliver Lück unter anderem einem schwedischen Fischer, der auf einer entlegenen Insel lebt und dort mehr als 100 Flaschen mit Post entdeckt hat. Auf Rügen besucht er einen Mann, der fast jedes Wochenende Flaschenpost verschickt und schon 30 Antworten aus sieben Ländern bekommen hat. Und auf Bornholm zeigt ihm ein alter Leuchtturmwärter 200 Briefe, die er seit 1971 am Strand gesammelt hat – die meisten aus DDR-Zeiten. Man taucht ein in ein Meer voller Lebens- und Zeit-Geschichten, geht auf Zeitreisen und erfährt, wie die Ostsee auf ganz ungewöhnliche Weise Menschen verbindet.

In „Buntland“ gibt es ein Land zu entdecken, „das jeder kennt und das doch fast jedem unbekannt ist“ (O. Lück) : Oliver Lück portraitiert 16 Menschen aus 16 deutschen Bundesländern, die unkonventionell leben und optimistisch denken. Spannend und warmherzig erzählt er überraschende Lebensgeschichten: Ein Obdachloser aus Wuppertal fährt mit seinem Fahrrad quer durch Europa und lebt davon, dass er Kuscheltiere tauscht. Eine ehemalige Lehrerin aus Sachsen-Anhalt lernte spät Englisch, schreibt heute Romane und hat tausende Fans weltweit. Eine Schweriner Putzfrau erfindet einen Ökoreiniger und besitzt ein Patent.  Diese „Reise von Mensch zu Mensch“ erzählt berührende deutsche Zeitgeschichte(n).

Für die Autorenlesung von Oliver Lück gibt es Karten (6 Euro, ermäßigt 3 Euro) in der Regionalbibliothek, Kartenreservierung ist gern möglich per Telefon 0395 / 5551324 oder  eMail auskunft.bibl@neubrandenburg.de.

Mehr Informationen: www.lueckundlocke.de , www.zeitlupe-nb.de, www.bibliothek-nb.de