Archiv der Kategorie: Entdeckt

Lese- und Hörtipps, Buchempfehlungen usw.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2019 – Teil 1

Am 21. März wurden die vierundzwanzig Nominierungen für den deutschen Jugendliteraturpreis 2019 auf der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben. Darunter sind sechs Bücher, die um den Titel des besten Kinderbuchs konkurrieren.

Die Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein.

Sie handeln von

  • einen listigen Fuchs, der sich seinen Lebensunterhalt mit Detektivarbeit verdient („Jacky Marrone jagt die Goldpfote“ von Franziska Biermann)
  • zwei beste Freunde in einer Großstadt, deren Leben durch eine nicht ganz normale Hausaufgabe eine interessante Wendung nimmt („Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“ von Silke Lambeck)
  • Mira, die mit Verliebtheit und anderen Problemen zu kämpfen hat („Mira – # freunde, #verliebt, # einjahrmeineslebens“  von Sabine Lemir)
  • den Abenteuern eines jungen Kaninchens („Podkin Einohr – der magische Dolch“ von Kieran Larwood)
  • einen Jungen namens Virgil, der in einer gefährlichen Lage steckt („Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly)
  •  der unerschütterlichen Liebe eines Mädchens zu ihrem Hund („Für immer Alaska“ von Anna Woltz)

 ,,Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly

Vier Kinder, die durch das Schicksal des Universums aufeinandertreffen. Virgil ist ein sehr schüchterner und in sich gekehrter elfjähriger Junge, der mit seiner Oma, seinen beiden Brüdern und seinen Eltern zusammenlebt.

,,Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly

Er hat keine enge Beziehung zu seinen Brüdern, mit denen sein Vater lieber Zeit verbringt als mit ihm.  Zudem wird er auch noch von dem Fiesling Chet gehänselt, sodass Virgil und sein Meerschweinchen Gulliver eines Tages in einem alten Brunnen landen. Virgil fand schon immer die taube Valencia sympatisch, traute sich jedoch nie sie anzusprechen. Valencia hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Sie ist schrecklich einsam und hat schlimme Albträume, welche sie jedoch nachhern zu Kaori führen. Kaori hat hellseherische Fähigkeiten, von diesen ist sie zumindest überzeugt. Durch eine Visitenkarte nimmt Valencia mit Kaori und ihrer kleinen Schwester Gen Kontakt auf, sie hofft, dass Kaori ihr möglicherweise bei ihren Problemen helfen kann. Auch Virgil steht in Kontakt mit Kaori, die er um Rat wegen seiner Schüchternheit gegenüber Valencia fragt. Als die Mädchen bemerken, dass Virgil verschwunden ist, startet eine außergewöhnliche Suchaktion.

13. März 19 Uhr Regionalbibliothek: Flaschenpostgeschichten & Buntland: Oliver Lück erzählt Geschichten über Menschen, die Geschichten zu erzählen haben

Das Projekt Zeitlupe der RAA MV und die Regionalbibliothek laden herzlich ein zur nächsten Veranstaltung in der Reihe „zeitlupe: Zeit & Geschichte(n)“.

Am 13. März um 19 „Uhr ist in der Regional-bibliothek Journalist, Autor und Fotograf
Oliver Lück  zu Gast
mit wahren
Flaschenpostgeschichten, druckfrischen Reportagen aus „Buntland“
und eindrucksvollen Fotos.

„Lakonisch und poetisch zugleich“ (Süddeutsche Zeitung) erzählt er
mit Texten und Bildern „Geschichten über Menschen,
die Geschichte(n)
zu erzählen haben“.

 

 

 

In seinen „Flaschenpostgeschichten“ begegnet Oliver Lück unter anderem einem schwedischen Fischer, der auf einer entlegenen Insel lebt und dort mehr als 100 Flaschen mit Post entdeckt hat. Auf Rügen besucht er einen Mann, der fast jedes Wochenende Flaschenpost verschickt und schon 30 Antworten aus sieben Ländern bekommen hat. Und auf Bornholm zeigt ihm ein alter Leuchtturmwärter 200 Briefe, die er seit 1971 am Strand gesammelt hat – die meisten aus DDR-Zeiten. Man taucht ein in ein Meer voller Lebens- und Zeit-Geschichten, geht auf Zeitreisen und erfährt, wie die Ostsee auf ganz ungewöhnliche Weise Menschen verbindet.

In „Buntland“ gibt es ein Land zu entdecken, „das jeder kennt und das doch fast jedem unbekannt ist“ (O. Lück) : Oliver Lück portraitiert 16 Menschen aus 16 deutschen Bundesländern, die unkonventionell leben und optimistisch denken. Spannend und warmherzig erzählt er überraschende Lebensgeschichten: Ein Obdachloser aus Wuppertal fährt mit seinem Fahrrad quer durch Europa und lebt davon, dass er Kuscheltiere tauscht. Eine ehemalige Lehrerin aus Sachsen-Anhalt lernte spät Englisch, schreibt heute Romane und hat tausende Fans weltweit. Eine Schweriner Putzfrau erfindet einen Ökoreiniger und besitzt ein Patent.  Diese „Reise von Mensch zu Mensch“ erzählt berührende deutsche Zeitgeschichte(n).

Für die Autorenlesung von Oliver Lück gibt es Karten (6 Euro, ermäßigt 3 Euro) in der Regionalbibliothek, Kartenreservierung ist gern möglich per Telefon 0395 / 5551324 oder  eMail auskunft.bibl@neubrandenburg.de.

Mehr Informationen: www.lueckundlocke.de , www.zeitlupe-nb.de, www.bibliothek-nb.de

05. 02. 2019 Marvin Wils stellt seinen Fantasy-Roman „Das Cursor-Vermächtnis“ vor

© Marvin Wils

Ein „phantastisches“ Winterferien-Lese-Special

gibt es am 5. Februar um 17 Uhr in der Neubrandenburger Regionalbibliothek:

Dabei wird es spannend für alle Fantasy-Fans
sowie für einen jungen Autor aus Neustrelitz:

Marvin Wils,
Schüler am Gymnasium Carolinum,

liest zum ersten Mal aus seinem Fantasy-Roman
„Das Cursor-Vermächtnis“.

Das dicke Manuskript wurde mit dem Annalise-Wagner-Jugendpreis 2018 ausgezeichnet. Neugierig macht die Jugendpreis-Laudatio von Dr. Gundula Engelhard, Mecklenburgische Literaturgesellschaft, die kurz verrät, worum es geht: „So um 2059 droht im Machtkampf zweier Gottheiten erneut die Auslöschung der Menschheit. Der anfangs 15jährige Lok Cursor wird aus seinem Schüleralltag in eine geheime Gemeinschaft katapultiert. Die Guardix versuchen unerkannt Frieden unter den Menschen zu stiften und die dunklen Mächte im Zaum zu halten. Als Held wider Willen reiht sich Lok in die Rettungsmission ein, er lernt mit und ohne Magie zu kämpfen und muss sich in turbulenten, lebensgefährlichen Situationen beweisen. … Mit den unzähligen phantastischen Welten auf dem Buchmarkt kann das Manuskript von Marvin Wils sich durchaus messen lassen: genrespezifische Charakteristika beherrscht der 18jährige Autor souverän.“

Aus den „unzähligen phantastischen Welten auf dem Buchmarkt“ hält die Regionalbibliothek natürlich viele interessante Neuerscheinungen zum Stöbern und Schmökern bereit. Und wer möchte, kann sich beim Bücherausleihen mit einem „Fantasy-Blind Date“ überraschen lassen.

Die Regionalbibliothek lädt herzlich ein! Karten (3,00 Euro) gibt es einfach am 5. 2. oder schon im Vorverkauf, Reservierungen sind gern möglich unter 0395 / 5551324 oder auskunft.bibl@neubrandenburg.de.

Mehr Informationen: www.bibliothek-nb.de , www.annalise-wagner-stiftung.de

 

Lesetipp: Bücher von Ursula Poznanski

Hi, mein Name ist Luna und ich absolviere derzeit ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Regionalbibliothek Neubrandenburg. Ich möchte euch heute die Autorin Ursula Poznanski vorstellen, da sie auch eine meiner Lieblingsautoren ist.

Ursula Poznanski wurde 1986 in Wien geboren, wo sie auch heute noch lebt. Nach ihrem Abitur versuchte sie mehrere Studiengänge, aber brachte keinen zum Abschluss. Als sie die Hoffnung auf einen Abschluss aufgab, fing sie an als Journalistin im Bereich Medien zu arbeiten.

© Loewe-Verlag

Die Autorin fing an Kinderbücher zu schreiben als ihr Sohn geboren wurde. 2010 schrieb sie ihren ersten Jugendroman „Erebos“, der im gleichen Jahr mit dem Ulmer Unke Preis ausgezeichnet wurde. Im darauffolgenden Jahr gewann das Buch den deutschen Jugendliteraturpreis der Jugendjury. Danach brachte Ursula Poznanski jedes Jahr ein Buch heraus. Im Bereich der Jugendliteratur schrieb sie von 2012 bis 2014 eine Trilogie bestehend aus „Die Verratenen“ ,„Die Verschworenen“ und „Die Vernichteten“. 2015 erschien ein weiterer Jugendthriller von ihr, „Layers“. Im Jahre 2016 und 2017 schrieb sie die Bücher „Elanus“ und „Aquila„, die beide in die Spiegel Bestsellerliste kamen. Auch dieses Jahr wurde vom Loewe-Verlag ein Jugendbuch herausgebracht, „Thalamus“. In der Erwachsenenliteratur schreibt Poznanski ebenfalls Thriller und Krimis, oft in Zusammenarbeit mit Arno Strobel. wie z. B. „Fremd“, „Anonym“ oder „Invisible“, der 2018 erschien. Auch für die Kinder schreibt die Autorin Bücher, wie „Zahlenkosmos und Buchstabendschungel“. Auch für 2019 ist bereits ein Thriller geplant. „Vanitas-schwarz wie Erde“ erscheint am 1. Februar.

Ich habe die Autorin gewählt, weil ich bewundernswert finde, dass sie für alle Altersgruppen Bücher schreibt und weil ihre Thriller spannend und gut zu lesen sind.

Medientipp: „Vielleicht lieber morgen“

VIELLEICHT LIEBER MORGEN

© Capelight

Ich heiße Franziska, bin 16 Jahre alt und derzeit Schülerpraktikantin an der Regionalbibliothek Neubrandenburg. In diesem Beitrag möchte ich den in 2012 erschienenen Film „Vielleicht lieber morgen“ vorstellen, eine Tragikomödie mit Schauspielern wie Logan Lerman, Emma Watson und Ezra Miller in den Hauptrollen.

Die Handlung erzählt von Charlie (Logan Lerman), einen unbeliebten Teenager mit psychischen Problemen, der keinen Anschluss an seiner Schule findet. Er wird von einigen Mitschülern gehänselt und für seine spezielle Art ausgegrenzt. Dazu kommt noch, dass er den schrecklichen Verlust seines besten Freundes verarbeiten muss, welcher Selbstmord begangen hat. Als er das erste Jahr an der High-School antritt, freundet er sich mit dem Geschwistern Sam (Emma Watson) und Patrick (Ezra Miller) an. Die beiden Jugendlichen zeigen dem schüchternen Jungen neuen Spaß am Leben, wecken in Charlie aber auch Erinnerungen an sein verdrängtes Kindheitstrauma. Er verliebt sich in Sam, weiß jedoch nicht, wie er sich dem hübschen Mädchen gegenüber verhalten soll und seine Schüchternheit überwindet. Was mir an „Vielleicht lieber Morgen“ am besten gefällt ist das Zusammenspiel humorvoller und gefühlvoller Szenen ohne dabei in Klischees oder Kitsch zu versinken. Es werden im Film wichtige und ernste Themen angesprochen wie beispielsweise Mobbing. Falls ich euer Interesse geweckt habe, könnt ihr den Film jederzeit in der Regionalbibliothek ausleihen.