Erzählen mit Kamishibai

Kamishibai kommt aus dem Japanischen und heißt übersetzt Erzähltheater. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren in Japan Süßigkeiten-Verkäufer auf Fahrrädern von Dorf zu Dorf unterwegs. Auf dem Gepäckträger befanden sich neben den zu verkaufenden Süßigkeiten ein Holzrahmen und Bildkarten mit einem Märchen oder einer Geschichte zum Einschieben. Das Erzähltheater wurde aufgestellt und die Geschichte an Hand der Bilder erzählt. Viele Kinder kamen extra deswegen und lauschten der Vorführung. Nebenbei verkaufte der Vertreter natürlich so Allerhand aus seinem Vorrat.

Den Kamishibai-Bilderrahmen gibt es in Deutschland seit ungefähr 20 Jahren. Zum Erzählen nahm man große Fotos oder malte sich selbst eine Geschichte. Inzwischen haben verschiedene

www.kreashibai.de

Verlage den Wert dieses bildgestützten Erzählens erkannt und viele Bilderbuch-, Märchen-, aber auch Klanggeschichten auf A3-Karten aufgelegt.

Von diesen hat die Kinderbibliothek inzwischen einen großen Fundus von rund 70 Stück. Zwei Kamishibai-Rahmen stehen auch zur Ausleihe bereit. Die Leihfristen für Bilderbuchfolgen und Kamishibai-Rahmen betragen je vier Wochen.

Bilderbücher, Märchen, Sach- und Klanggeschichten können so auf andere Art und Weise den Kindern – vor allem in einer größeren Gruppe – näher gebracht und vermittelt werden.

Ideal für Vorleser, Erzieher, Lehrer und Interessierte, die vielleicht auch eine Kinder-Geburtstagsparty einmal anders gestalten wollen, geeignet.

Zum Abschluss ein paar ausgewählte Beispiele der in der Bibliothek bereit liegenden Bilderfolgen:

© Herder Verlag

© Beltz Verlag

© Don Bosco Verlag

Um mit dem Erzähltheater noch besser zu arbeiten, gibt es dazu in der Bibliothek weiterführende Literatur und einen Film: