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Buchpremiere! Gunnar Müller-Waldeck stellt vor: Die Torte in der Landschaft

Am 23. Januar 2019 um 18 Uhr laden Regionalbibliothek Neubrandenburg und Edition Pommern herzlich ein zur Buchpremiere des neuen Feuilleton-Bandes von Gunnar Müller-Waldeck „Die Torte in der Landschaft – unterhaltsame kulturgeschichtliche Streifzüge um Dichter, literarische Orte und Landschaften in Mecklenburg und Vorpommern“.

© Edition Pommern

Von Arkona bis Waren – in dieser unterhaltsamen Autorenlesung geht es auf überraschende Entdeckungsreisen zu Kultur- und Literatur-Geschichte(n) aus Mecklenburg und Vorpommern. Seine Streifzüge führen Gunnar Müller-Waldeck von der Ostseeküste bis in die Mecklenburger Seenplatte, in Städte wie Neubrandenburg, Neustrelitz, Demmin, Penzlin, Anklam, Stralsund, Wolgast oder Waren. Es geht um das „literarische Vineta“ oder „Till Eulenspiegel im Norden“, um „Theater in Mecklenburg in den DDR-Jahren“ – oder eben um die „Torte in der Landschaft“, das klassizistische Putbus. Die liebenswerten wie kenntnisreichen Feuilletons setzen besondere Akzente auf mecklenburgische und vorpommersche  Literaturgeschichte, erinnern u. a. an John Brinckman, Richard Wossidlo, Ricarda Huch oder Uwe Johnson. Prof. Dr. Gunnar Müller-Waldeck lehrte bis zu seiner Emeritierung als Literaturwissenschaftler an der Universität Greifswald und verfasste zahlreiche Veröffentlichungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts sowie zur literarischen Tradition des Ostseeraumes.

Die Veranstaltung findet im Studienraum Stadtarchiv / Regionalbibliothek statt (Eingang Darrenstraße). Karten (6,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro) gibt es bereits in der Regionalbibliothek, Reservierungen sind gern möglich unter 0395 555-1324 oder auskunft.bibl@neubrandenburg.de. Mehr Informationen: https://www.edition-pommern.com/torte

Annette Leo stellt vor: „Das Kind auf der Liste“

Berührend, tragisch, unvergesslich: Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie.

© Aufbau Verlag

Dr. Annette Leo stellt am 14.11.2018 um 18 Uhr in der Regionalbibliothek (Studienraum Eingang Darrenstraße) ihre historische Spurensuche „Das Kind auf der Liste“ vor. Als Gast dabei ist Puppenspieler Peter Waschinsky. Das Neubrandenburger Projekt „zeitlupe : Stadt.Geschichte & Erinnerung“ (RAA Mecklenburg-Vorpommern) und Regionalbibliothek laden herzlich ein!

Willy Blum war sechzehn Jahre alt, als er ermordet wurde. 200 Namen von Kindern und Jugendlichen standen im Herbst 1944 auf der Liste für den Transport vom KZ Buchenwald nach Auschwitz-Birkenau. Der Name Willy Blum stand neben dem durchgestrichenen Namen Jerzy Zweigs, der als „Buchenwaldkind“ im Roman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz weltberühmt wurde.

Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Annette Leo erinnert an den Jungen, an seine Eltern und seine neun Geschwister. Sie gehörten zu den Sinti-Familien, die seit Generationen mit Wandermarionettentheatern durch Deutschland zogen. Ihre Familiengeschichten erzählen von dieser schon fast vergessenen Kultur-Tradition – und von Vorurteilen, Diskriminierung, Ausgrenzung sowie vom mörderischen Rassismus des Nationalsozialismus. Und sie erzählen auch vom Verschweigen einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die der Sinti und Roma.

© privat

Historikerin und Publizistin Dr. Annette Leo gibt mit ihren Forschungen und Publikationen wichtige Denkanstöße zur demokratischen Erinnerungskultur und regte mit ihrer Erwin-Strittmatter-Biografie eine breite Diskussion an. Ihre Spurensuche „Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück“ wurde mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Puppenspieler Peter Waschinsky wird Elemente des traditionellen Wandermarionettentheaters demonstrieren und eine Szene aus Willy Blums Leben spielen. Als Mitbegründer des Neubrandenburger Puppentheaters inspirierte er in den 1980er Jahren die Erneuerung des DDR-Puppentheaters und ist heute „einer der markantesten Vertreter des zeitgenössischen Puppenspiels“ (fidena.de).

Das Autorengespräch moderiert Dr. Constanze Jaiser, Leiterin des RAA-Projekts zeitlupe : Stadt.Geschichte & Erinnerung“.

Die Veranstaltung findet im Studienraum/Stadtarchiv (Eingang Darrenstraße) statt. Eintrittskarten gibt es in der Regionalbibliothek (5,00 Euro/ermäßigt 3,00 Euro), Reservierung ist gern möglich unter 0395  555-1324 oder stiftung.bibl@neubrandenburg.de)

Uwe Johnson-Tage 2018

Die Uwe Johnson-Tage 2018 werden am 17. September 2018 in der Neubrandenburger Regionalbibliothek eröffnet durch Prof. Carsten Gansel, Vorsitzender der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft und Dr. Tilmann Wesolowski, Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow.

Herzlich laden Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V. und Neubrandenburger Regionalbibliothek ein zu drei Veranstaltungen in der Regionalbibliothek:

Montag, 17. September 2018 · 19.30 Uhr · „Beste Absichten“ Lesung und Gespräch mit Thomas Brussig

Ostberlin 1989. In einem Keller probt Die Seuche, eine Band, die Großes vor­hat. Ihr einziger Fan ist zugleich ihr Manager. Äppstiehn tut, was er kann – und das ist nicht viel. Die Seuche spielt bei Familien­festen und Geburts­tags­feiern und lässt sich in Autoschiebereien am Rande der Prager Botschaft verwickeln. Doch gegen die Wende ist sogar Äppstiehn machtlos.

Thomas Brussig, 1964 in Berlin geboren, hatte 1995 seinen Durch­bruch mit dem Roman Helden wie wir. Es folgten u.a. Am kürzeren Ende der Sonnen­allee (1999), Wie es leuchtet (2004) und das Musical Hinterm Horizont (2011). Seine Werke wurden in 30 Sprachen über­setzt. Thomas Brussig ist der einzige lebende deutsche Schriftsteller, der sowohl mit seinem litera­rischen Werk als auch mit einem Kinofilm und einem Bühnenwerk ein Millionen­publikum erreichte. Zuletzt erschienen von ihm die Romane Das gibts in keinem Russenfilm (2015) und Beste Absichten (2017).

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Regionalbibliothek Neubrandenburg.
Eintrittspreis: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Mittwoch, 19. September 2018 · 19.30 Uhr · „Die Angst der Eliten – Wer fürchtet die Demokratie?“ Lesung und Gespräch mit Paul Schreyer

Das System steckt in der Krise. Liegt der Ausweg in mehr direkter Demo­kratie? Oder ist das Volk zu „dumm“, um in wesentlichen Fragen selbst zu entscheiden? Wenn Außenseiter bei Wahlen erfolgreich sind, heißt es oft, die Bürger hätten „falsch“ abgestimmt. Aber wer entschei­det, was „richtig“ ist? In Deutschland gibt es freie Wahlen für alle erst seit gut hundert Jahren. Doch reichen Abstimmungen über die Zusam­mensetzung eines Parlamentes aus, um ein demokratisches System zu schaffen und eine Oligarchie, also eine Herrschaft der Reichen, zu verhindern? Oder gibt es vielleicht noch weitere, ganz andere wichtige Voraussetzungen für eine Demokratie, die bislang nicht erfüllt sind – weder in Deutschland noch anderswo?

Paul Schreyer, Jahrgang 1977, ist Autor und freier Journalist, unter anderem für das Magazin Telepolis. Er veröffentlichte mehrere Sach­bücher zu den Anschlägen von 9/11. Sein 2014 gemeinsam mit Mat­hias Bröckers verfasstes Buch „Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren“ war ein Spie­gel-Bestseller. Zuletzt erschien 2018 „Die Angst der Eliten“, empfohlen unter anderem vom Literarischen Quartett des ZDF. Paul Schreyer lebt in Mecklenburg-Vorpommern.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Regionalbibliothek Neubrandenburg.
Eintrittspreis: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Montag, 24. September 2018 · 19.30 Uhr · „Meinst Du, die Russen wollen…?“ Lesung und Gespräch mit Carsten Gansel

Seit Erscheinen seines Moskauer Tagebuchs im Juni erfährt der Autor ungebrochene Resonanz. Im Sommer reiste der Literaturwissen­schaft­ler wiederum mehrfach nach Moskau und berichtet nun von neuen Eindrücken und aktuellen Entwicklungen. Wobei er sich von Johnsons Maxime, „die andere Seite mit ihren Augen sehen“ leiten lässt.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Regionalbibliothek Neubrandenburg.
Eintrittspreis: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Vorbestellung und Information

MECKLENBURGISCHE LITERATURGESELLSCHAFT           

Dr. Gundula Engelhard
Ringstraße · Wiekhaus 21
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395 5441671
E-Mail: pegasus-mlg@gmx.de

15.02.2018, 18.30 Uhr, Buchpremiere! Die niederländische Autorin Pauline de Bok stellt vor: BEUTE : Mein Jahr auf der Jagd, C.H. Beck Verlag, 2018

© C.H. Beck Verlag

Am 15. Februar 2018 um 18.30 Uhr gibt es in der Neubrandenburger Regionalbibliothek eine außergewöhnliche Buchpremiere: Die niederländische Autorin Pauline de Bok stellt ihr druckfrisches Buch „Beute“ vor. Ein beachtliches Medienecho fanden bereits die niederländische und dänische Ausgabe, die deutsche Ausgabe erscheint im C. H. Beck Verlag in der Übersetzung von Gregor Seferens.

Es geht um ein Jahr im Rhythmus der Natur in Mecklenburg – fesselnd erzählt von einer großen Stilistin. Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Jagd. Sie erzählt vom geheimen Leben in ihrem mecklenburgischen Jagdrevier – und wie man ihm auf die Spur kommt. Sie denkt nach darüber, wie die Jagd den Menschen verändert – und warum in jedem Menschen ein Jäger steckt. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutemachen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung.

Zunächst ist es nur ein Experiment: Um einen Roman zu schreiben, macht Pauline de Bok den Jagdschein. Doch die Jagd weckt etwas in ihr, verändert ihr Leben, sie bleibt Jägerin und zieht sich für ein Jahr in einen umgebauten Kuhstall in Mecklenburg zurück. In dem dort entstandenen Buch berichtet sie von ihrem einsamen Leben inmitten von Feldern, Seen und Wäldern im Rhythmus der Jahreszeiten. Sie beobachtet Wildschweine, Rehe, Damwildrudel, Füchse, Hasen, hält Ausschau nach Wölfen, geht bei Wind und Regen auf Ansitz, beteiligt sich an Drückjagden und verwertet ihre Beute vom Kopf bis zum Schwanz. In ihren mitreißenden Erzählungen erweist sich die Jagd als eine höchst aufschlussreiche Aktivität: Ein Jäger muss sich in die Tiere hineinversetzen, aber er muss sich auch selbst kennen: seine Motive, Fähigkeiten, Schwächen und seinen Jagdinstinkt. Zugleich hält die Jagd einer Gesellschaft den Spiegel vor, die immer mehr Tiere „verbraucht“, aber vom Töten nichts wissen will. Pauline de Boks Jagd-Buch lässt uns ganz neu über das Verhältnis von Mensch und Tier und den Platz des Menschen in der Natur nachdenken. «Die Liebe zur Natur und – obwohl es der Jagd scheinbar widerspricht – die Liebe zu den Tieren spricht aus jeder Seite des Buchs.» (Koen Fillet, flämischer Rundfunk VRT, 09.12.2017)

Pauline de Bok © Jan Banning

Pauline de Bok lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin (u. a. von Wolfgang Herrndorf und Sherko Fatah) in Amsterdam und Mecklenburg. „Beute“ ist das dritte Buch, das sich auf ihre „zweite Heimat Mecklenburg“ bezieht. Dorf-Geschichte(n)  aus Fürstenhagen erzählt „Jochen schaff dir ein Kuh an“ und für ihren Roman „Blankow oder Das Verlangen nach Heimat“ wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet. In Neubrandenburg freut sich Pauline de Bok nun auf (Wieder-)Begegnungen mit ihren Lesern in MV und einen anregenden Gedankenaustausch. Das Autorengespräch moderiert Dr. Rolf Voß. Und natürlich steht – direkt am Erstverkaufstag des neuen Buches – ein Büchertisch der Buchhandlung Hugendubel bereit.

Karten für die Autorenlesung (5,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro) gibt es in der Regionalbibliothek Neubrandenburg, Vormerkungen sind gern möglich unter 0395 / 5551324 oder auskunft.bibl@neubrandenburg.de.

Interview mit Youtuberin ItsColeslaw

Am 28. Oktober 2017 fand eine Autorenlesung für Jugendliche in der Regionalbibliothek Neubrandenburg statt. Zu Gast war Lisa Sophie, die vor allem durch ihren Youtube-Kanal „ItsColeslaw“ bekannt ist. Sie widmet sich aber auch anderen Projekten. So verarbeitet sie in ihrem Buch „Wie ich aufhörte, perfekt sein zu wollen“ peinliche Geschichten aus ihrer Jugend. Sie gibt außerdem Tipps, mit solchen Situationen umzugehen und zeigt auf, dass diese Peinlichkeiten meistens gar nicht so schlimm sind, wie man denkt.

Im Anschluss an die Lesung führte Sarah ein Interview mit Lisa Sophie, in dem sie u. a. von ihrer Arbeit an dem Buch berichtet.

Sarah und Lisa Sophie

Sarah: Woher nimmst du die ganzen biografischen und persönlichen Informationen aus dem Buch? Hast du Tagebücher als Vorlage?

Lisa: Nein, ich habe das Glück, dass meine Mama sehr vieles auf den Tag genau mitgeschrieben hat und ich so während des Schreibens auf ihre Informationen zurückgreifen konnte, manchmal habe ich sie dann dreimal täglich angerufen…

Sarah: Ist der Verlag auf dich zugekommen und wollte mit dir ein Buch schreiben oder hast du den Verlag angeschrieben?

Lisa: Es ist ganz lustig: Das ist nämlich ungefähr zur gleichen Zeit passiert, dass ich es bei meinem Management angesprochen habe und gefragt habe, ob sie Leute kennen. Meine Managerin meinte darauf, gerade gestern hätte sie ein Verlag angeschrieben. Also war es quasi gleichzeitiges Interesse.

 Das ganze Interview findest du auf Sarahs Blog: lisasbuecherweltenblog.wordpress.com/