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Der Safer Internet Day – ein wichtiger Termin

Unter dem Motto „together for a better internet“ findet heute der Safer Internet Day (SID) statt. Das EU-Netzwerk „CEF telecom“ macht u.a. mit der deutschen Initiative klicksafe europaweit auf den sicheren Umgang mit dem Internet aufmerksam. Die Regionalbibliothek möchte dazu beitragen, das Bewusstsein für einen klugen Umgang mit Internet-Quellen und -Angeboten zu schärfen.

Der Safer Internet Day will das Bewusstsein für den sicheren Umgang mit dem Internet schärfen

Sicherer Umgang mit dem Internet – was soll das bedeuten?

Man stelle sich unsere heutige Welt einmal ohne das Internet vor. Freitagabend, ein Filmabend ist geplant. Nur mal eben Pizza bestellen. Das Handy wird gezückt und die Bestell-App… Moment, die gibt’s ja gar nicht. Dann eben Google, nach der Telefonnummer der nächstgelegenen Pizzeria suchen. Ach, das geht ja auch nicht. Dann wird eben in dieser einen Schublade nach der unliebsam dahin verfrachteten Pizza-Karte, die plötzlich und unerwartet neulich im Briefkasten war, gesucht. Mist, da ist sie nicht. Achja, die hängt ja mit einem schönen Magneten am Kühlschrank. Die Nummer ist gewählt und die Pizza bestellt. Endlich. Jetzt nur noch einen Film aussuchen. Netflix, Amazon, Filmfriend? Ach ne, gibt’s ja alles gar nicht. Dann eben ans DVD-Regal gestellt. Hm. Nichtssagende Titel, kein Trailer den man sich mal schnell anschauen kann. Und irgendwie sprechen die DVDs, die man sich einst erstanden hat, heute nicht so an. Was tun? Vielleicht in die Bibliothek gehen, die hat auch DVDs. Jetzt ist es 18.30 Uhr – wie lange hat die Bibliothek nochmal auf? Hey, Google, wie lange hat… Mist.

Zwar ist es schon möglich, ohne das Internet zurecht zu kommen, immerhin haben es unsere Vorfahren ja auch hingekriegt. Aber der Versuch, das Internet aus den einfachsten Alltagshandlungen wie z.B. Pizza bestellen oder einen Film aussuchen, auszublenden, der stellt einiges auf den Kopf. Wir haben uns so sehr an die Präsenz des Internets gewöhnt, dass es manchmal gar nicht auffällt, dass wir in einer Mischung aus „echter Welt“ und Internet leben.

Wir haben unsere Musik, unsere Filme und unsere Fotos im Internet, wir schließen dort Verträge ab, bestellen Essen und Kleidung und, ja, selbst unsere Freunde finden wir im Internet wieder oder lernen dort neue kennen. Die Menschen konnten sich in der „echten Welt“ schon Jahrtausende lang ausprobieren und haben es geschafft haben, Regeln aufzustellen, die jedem ein sicheres Leben garantieren. Und selbst heute gibt es da noch ein paar Lücken, trotz so langer Erfahrung miteinander. Der Grundstein für das Internet hingegen wurde erst im Jahr 1969 gelegt. Und da wurden gerade einmal zwei kühlschrankgroße Computer miteinander verbunden. Das Internet, so wie wir es kennen, gibt es erst seit 1990er Jahren. Da hatte nämlich der Informatiker und Physiker Tim Berners-Lee die Idee für das World Wide Web (WWW), das theoretisch seit dem 30.04.1993 jeder Mensch nutzen kann. Im Jahr 2004, also vor nur 17 Jahren, wurde durch Mark Zuckerberg das soziale Netzwerk Facebook gegründet und hat das Internet nun zu dem werden lassen, was es heute in erster Linie ist: ein sozialer Treffpunkt für Milliarden von Menschen. Und in diesen wenigen Jahren haben sich die Menschen zwar sehr viel ausprobiert, aber sinnvolle Regeln, die einem auch im Internet ein sicheres Leben garantieren, konnten dabei noch nicht entstehen. So liegt es an jedem einzelnen von uns, sich mit den Phänomenen des Internets auszukennen und diese, dort wo sie auftauchen, zu identifizieren. Dazu gehören auch die Schattenseiten des Internets wie Fake-News, Phishing, Kettenbriefe und Verschwörungserzählungen, denen wir jeden Tag mehrmals begegnen und die einen direkten Einfluss auf das Leben in der echten Welt haben.

Wie kann mir ein sicherer Umgang mit dem Internet gelingen?

Themenschwerpunkt des diesjährigen SID lautet „Wem glaube ich? Meinungsbildung zwischen Fakt und Fake“. Dementsprechend bietet klicksafe eine Auswahl von hilfreichem Material, die einem die Orientierung im Internet vereinfachen kann. Unter den nachfolgenden Links findet ihr weitere wissenswerte Angebote zum Thema Fake-News:

Schau hin! – Initiative des Familienministeriums, ARD, ZDF und AOK

Online-Kurs „Sicher im Web für Jugendliche“ von Brockhaus

Links zum Faktenchecken:

Online-Kurs „Sicher im Web für Jugendliche“ von Brockhaus

Als angemeldetes Mitglied der Regionalbibliothek kannst du uneingeschränkt die Angebote des Online-Brockhaus nutzen, dazu gehören auch die E-Learning-Module. Der Kurs „Sicher im Web für Jugendliche“ bietet eine ausführliche und wertvolle Anleitung zur Internetnutzung.

Screenshot brockhaus.de

In den drei Modulen des Kurses (Das Internet als Quelle, Wem gehört’s im Internet und Fake News) lernst du alle wichtigen Komponenten, die einen sicheren Umgang mit dem Internet ausmachen, kennen. Wie zum Beispiel: Die Filterblasentheorie, die Unterscheidung von seriösen und unseriösen Quellen, das Urheberrecht, Werbeanzeigen im Internet uvm. Unterstützt durch Rechercheaufgaben, Quizzes und Grafiken werden hier die Inhalte auf spielerische Weise vermittelt und gefestigt. Der Kurs lohnt sich übrigens nicht nur für Jugendliche, auch Erwachsene können hier einiges dazu lernen. Schließlich geht der gute Umgang mit Informationen aus dem Internet uns alle etwas an.

 

Brockhaus-Schülertraining jetzt immer verfügbar

Wegen der großen Nachfrage, stellen wir unseren Nutzern nun dauerhaft das SCHÜLERTRAINING ONLINE bereit. Neben Enzyklopädie, Kinder- und Jugendlexikon umfasst das Angebot auch die Schulfächer Deutsch, Mathe, Englisch, Latein und Französisch. Überdies fördern die Kurse die Medienkompetenz von jungen Menschen, indem Fragen, etwa: Wie gehe ich mit Fake News um? Wie erkenne ich, ob eine Webseite vertrauenswürdig ist? Was bedeutet Urheberrecht und was sind Bild- und Markenrechte? beantwortet werden.

Meldet euch gleich an, für Kinder und Jugendliche von 7 bis 17 Jahren ist der Bibliotheksausweis kostenfrei!