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Deutscher Jugendliteraturpreis – Teil 3

Preis der Jugendjury

Nominiert in der Kategorie Jugendjury sind:

,,Wenn Worte meine Waffe wären“ von Kristina Aamand

,,Wenn Worte meine Waffe wären“ von Kristina Aamand

Sheherazade, kurz She, ist als kleines Mädchen mit ihren Eltern nach Dänemark geflüchtet. Jetzt ,einige Jahre später, geht She außerhalb ihres muslimisch geprägten Stadtteils zur Schule und ist dort die einzige Muslima. Ihre Mutter hat große Pläne für sie. She soll mal Ärztin werden, heiraten und ihr viele Enkelkinder schenken. She möchte ihr Leben jedoch nicht voraus geplant haben und will lieber ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie versucht einen Ausgleich zwischen ihrer modernen, westlichen Schule und ihrem Stadtteil, in dem fast nur Muslime leben, zu finden. Dies schafft sie auch teilweise, indem sie ihre Gefühle und das was sie bewegt in Zines (Bild-Text-Collagen) zu Papier bringt. Ihre Familiensituation belastet sie. Ihr Vater wurde ins Krankenhaus eingeliefert, da er sich immer noch nicht von Geschehnissen in ihrer früheren Heimat erholt hat. Er war damals Journalist, die Familie hat ein freies, gutes Leben geführt bis seine Texte angefeindet wurden und er für drei schreckliche Jahre ins Gefängnis musste. Zudem achtet Ihre Mutter sehr auf das äußere Bild der Familie und setzt damit She unter Druck. Außerdem flüchtet sich ihre Mutter immer mehr in ihre Religion. Als She ihren Vater im Krankenhaus besucht, trifft sie Thea. Die beiden kommen sich näher und She verliebt sich in sie. She muss bald ihre eigenen Worte finden, um selbst ihr Leben eigenständig bestimmen zu können.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2019 – Teil 2

Nominierungen in der Kategorie „Jugendbuch“

Seit 1956 wird von der Kritikerjury des deutschen Jugendliteraturpreises das beste Jugendbuch gekürt. Das Ziel dieser Preisverleihung ist das Interesse an der Kinder- und Jugendliteratur zu fördern, eine Orientierungshilfe auf dem unübersichtlichen Literaturmarkt darzustellen und die Persönlichkeit der Kinder und Teenager zu stärken. Diese sechs Bücher wurden im Bereich Jugendbuch nominiert:

,,Eine Insel zwischen Himmel und Meer“ von Lauren Wolk

Crow ist erst wenige Stunden alt, als sie eines Morgens auf der kleinen Insel strandet, auf der Osh lebt.

,,Eine Insel zwischen Himmel und Meer“ von Lauren Wolk

Er nimmt sie als seine Tochter auf und lehrt Crow das einfache Leben an der rauen See. Sie leben sehr abgeschieden. Nur Miss Magie von einer Nachbarinsel kümmert sich noch um Crow. Sie bringt ihr den Unterrichtsstoff bei, denn Crow geht nicht zur Schule. Die Menschen meiden Crow und behandeln sie wie eine Aussätzige. Es hält sich nämlich das Gerücht, dass Crow von Penikese stammt. Eine Insel, die früher eine Lebrakolonie war und Crows Mitmenschen haben Angst sich anzustecken. Als eines Tages ein Feuer auf Penikese ausbricht, erweckt es Crows Neugier und sie fängt an nach ihren Wurzeln zu suchen. Ihr steht eine abenteuerliche Reise bevor. Crows Geschichte spielt in den 1920er.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2019 – Teil 1

Am 21. März wurden die vierundzwanzig Nominierungen für den deutschen Jugendliteraturpreis 2019 auf der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben. Darunter sind sechs Bücher, die um den Titel des besten Kinderbuchs konkurrieren.

Die Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein.

Sie handeln von

  • einen listigen Fuchs, der sich seinen Lebensunterhalt mit Detektivarbeit verdient („Jacky Marrone jagt die Goldpfote“ von Franziska Biermann)
  • zwei beste Freunde in einer Großstadt, deren Leben durch eine nicht ganz normale Hausaufgabe eine interessante Wendung nimmt („Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“ von Silke Lambeck)
  • Mira, die mit Verliebtheit und anderen Problemen zu kämpfen hat („Mira – # freunde, #verliebt, # einjahrmeineslebens“  von Sabine Lemir)
  • den Abenteuern eines jungen Kaninchens („Podkin Einohr – der magische Dolch“ von Kieran Larwood)
  • einen Jungen namens Virgil, der in einer gefährlichen Lage steckt („Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly)
  •  der unerschütterlichen Liebe eines Mädchens zu ihrem Hund („Für immer Alaska“ von Anna Woltz)

 ,,Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly

Vier Kinder, die durch das Schicksal des Universums aufeinandertreffen. Virgil ist ein sehr schüchterner und in sich gekehrter elfjähriger Junge, der mit seiner Oma, seinen beiden Brüdern und seinen Eltern zusammenlebt.

,,Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly

Er hat keine enge Beziehung zu seinen Brüdern, mit denen sein Vater lieber Zeit verbringt als mit ihm.  Zudem wird er auch noch von dem Fiesling Chet gehänselt, sodass Virgil und sein Meerschweinchen Gulliver eines Tages in einem alten Brunnen landen. Virgil fand schon immer die taube Valencia sympatisch, traute sich jedoch nie sie anzusprechen. Valencia hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Sie ist schrecklich einsam und hat schlimme Albträume, welche sie jedoch nachhern zu Kaori führen. Kaori hat hellseherische Fähigkeiten, von diesen ist sie zumindest überzeugt. Durch eine Visitenkarte nimmt Valencia mit Kaori und ihrer kleinen Schwester Gen Kontakt auf, sie hofft, dass Kaori ihr möglicherweise bei ihren Problemen helfen kann. Auch Virgil steht in Kontakt mit Kaori, die er um Rat wegen seiner Schüchternheit gegenüber Valencia fragt. Als die Mädchen bemerken, dass Virgil verschwunden ist, startet eine außergewöhnliche Suchaktion.

Lesetipp: Bücher von Ursula Poznanski

Hi, mein Name ist Luna und ich absolviere derzeit ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Regionalbibliothek Neubrandenburg. Ich möchte euch heute die Autorin Ursula Poznanski vorstellen, da sie auch eine meiner Lieblingsautoren ist.

Ursula Poznanski wurde 1986 in Wien geboren, wo sie auch heute noch lebt. Nach ihrem Abitur versuchte sie mehrere Studiengänge, aber brachte keinen zum Abschluss. Als sie die Hoffnung auf einen Abschluss aufgab, fing sie an als Journalistin im Bereich Medien zu arbeiten.

© Loewe-Verlag

Die Autorin fing an Kinderbücher zu schreiben als ihr Sohn geboren wurde. 2010 schrieb sie ihren ersten Jugendroman „Erebos“, der im gleichen Jahr mit dem Ulmer Unke Preis ausgezeichnet wurde. Im darauffolgenden Jahr gewann das Buch den deutschen Jugendliteraturpreis der Jugendjury. Danach brachte Ursula Poznanski jedes Jahr ein Buch heraus. Im Bereich der Jugendliteratur schrieb sie von 2012 bis 2014 eine Trilogie bestehend aus „Die Verratenen“ ,„Die Verschworenen“ und „Die Vernichteten“. 2015 erschien ein weiterer Jugendthriller von ihr, „Layers“. Im Jahre 2016 und 2017 schrieb sie die Bücher „Elanus“ und „Aquila„, die beide in die Spiegel Bestsellerliste kamen. Auch dieses Jahr wurde vom Loewe-Verlag ein Jugendbuch herausgebracht, „Thalamus“. In der Erwachsenenliteratur schreibt Poznanski ebenfalls Thriller und Krimis, oft in Zusammenarbeit mit Arno Strobel. wie z. B. „Fremd“, „Anonym“ oder „Invisible“, der 2018 erschien. Auch für die Kinder schreibt die Autorin Bücher, wie „Zahlenkosmos und Buchstabendschungel“. Auch für 2019 ist bereits ein Thriller geplant. „Vanitas-schwarz wie Erde“ erscheint am 1. Februar.

Ich habe die Autorin gewählt, weil ich bewundernswert finde, dass sie für alle Altersgruppen Bücher schreibt und weil ihre Thriller spannend und gut zu lesen sind.

Medientipp: „Vielleicht lieber morgen“

VIELLEICHT LIEBER MORGEN

© Capelight

Ich heiße Franziska, bin 16 Jahre alt und derzeit Schülerpraktikantin an der Regionalbibliothek Neubrandenburg. In diesem Beitrag möchte ich den in 2012 erschienenen Film „Vielleicht lieber morgen“ vorstellen, eine Tragikomödie mit Schauspielern wie Logan Lerman, Emma Watson und Ezra Miller in den Hauptrollen.

Die Handlung erzählt von Charlie (Logan Lerman), einen unbeliebten Teenager mit psychischen Problemen, der keinen Anschluss an seiner Schule findet. Er wird von einigen Mitschülern gehänselt und für seine spezielle Art ausgegrenzt. Dazu kommt noch, dass er den schrecklichen Verlust seines besten Freundes verarbeiten muss, welcher Selbstmord begangen hat. Als er das erste Jahr an der High-School antritt, freundet er sich mit dem Geschwistern Sam (Emma Watson) und Patrick (Ezra Miller) an. Die beiden Jugendlichen zeigen dem schüchternen Jungen neuen Spaß am Leben, wecken in Charlie aber auch Erinnerungen an sein verdrängtes Kindheitstrauma. Er verliebt sich in Sam, weiß jedoch nicht, wie er sich dem hübschen Mädchen gegenüber verhalten soll und seine Schüchternheit überwindet. Was mir an „Vielleicht lieber Morgen“ am besten gefällt ist das Zusammenspiel humorvoller und gefühlvoller Szenen ohne dabei in Klischees oder Kitsch zu versinken. Es werden im Film wichtige und ernste Themen angesprochen wie beispielsweise Mobbing. Falls ich euer Interesse geweckt habe, könnt ihr den Film jederzeit in der Regionalbibliothek ausleihen.